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Auer: Dramatische Agrarmarkt-Situation braucht keine weitere Panikmache

Landwirtschaftsausschuss mit Expertenhearing und Einsetzung eines Unterausschusses - Lafnitztaler Bäuerinnen brachten Speckjause ins Parlament


(c)Privat/Irene Peer-Polzer

Die schwierige Einkommenssituation vor allem für bäuerliche Familienbetriebe, die allgemeine Krise am Agrarmarkt, Preiskämpfe der Handelsketten und zunehmende Wetterextreme prägten heute, Donnerstag, die Diskussion im Landwirtschaftsausschuss. Mit einem Expertenhearing und der Einsetzung eines Unterausschusses zum Thema "Situation auf den Agrarmärkten" setzen sich die Abgeordneten konkret mit dieser Problematik auseinander, so ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Jakob Auer, der auch den Vorsitz in diesem Unterausschuss innehaben wird.


"Was wir in dieser Situation überhaupt nicht brauchen, ist eine zusätzliche Panikmache durch einseitige WHO-Vorgaben, die vor dem Verzehr von verarbeitetem Fleisch warnen. Mit dieser Generalisierung wird die ohnehin schwierige Marktlage noch weiter verschärft", weist Jakob Auer darauf hin, dass ausgewogene Ernährung mit regionalen landwirtschaftlichen Produkten sehr wohl gesundheitsfördernd ist und zugleich wertvolle Arbeits-plätze in den Regionen sichert. In diesem Zusammenhang dankte Jakob Auer dem Landwirtschaftsministerium für die heutige Speckjause der Lafnitztaler Bäuerinnen im Parlament.


Der Preisdruck in mehreren Produktionsbereichen, insbesondere bei Schweinefleisch und Milch ist enorm. Der globale Milchmarkt ist derzeit stark unter Druck, was sich in einem massiven Preisverfall für Erzeuger niedergeschlagen hat. Mit durchschnittlich 30 Cent Bauernmilchgeld produzieren die Milchbauern auf Verlust. Ein Bauer bekommt heute für einen Liter Milch weniger als 1995 – damals lag der Preis bei umgerechnet 0,50 Cent. Beim Schweinefleisch ist der Erzeugerpreis mit 1,30 Cent je Kilo auf einem Sieben-Jahres-Tief. Für ein gemästetes Schwein werden heute lediglich 154 Euro bezahlt. Vor dem EU-Beitritt waren das noch über 3.000 öS, umgerechnet 220 Euro. "Dennoch versorgt unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft den Konsumenten täglich mit sicheren, gesunden, regional produzierten Lebensmitteln und ist gleichzeitig ein hoher Wirtschaftsfaktor", betont Auer.  


Als Experten zum heutigen Hearing im Landwirtschaftsausschuss waren unter anderem der Sektionschef im Landwirtschaftsministerium DI Rupert Lindner, DI Thomas Resl von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft, und Univ. Prof. Mag. Dr. Klaus Salhofer vom Institut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung der Universität für Bodenkultur geladen.

 


Rückfragehinweis:

Martina Kern

Parl. Mitarbeiterin für Pressearbeit von

NR Jakob Auer / NR Manfred Hofinger

NR Franz Eßl / NR Nikolaus Prinz

01/40110/4679

Martina.Kern@parlament.gv.at