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Auer: „Ländlicher Raum benötigt leistungsstarkes Netz“

Figl Gespräche 2016: Breitbandausbau in Österreich schreitet voran


Interessante Breitband-Diskussion im Figl-Zimmer des Parlament (Foto/Privat)

Bereits im Jahr 2014 hat die EU-Kommission den Breitbandausbau als großes gesamteuropäisches Investitionsprojekt gesehen. Allein für die G20-Staaten errechnete Boston Consulting mögliche Wachstumsraten der Internetwirtschaft von 10 Prozent pro Jahr. Für Bauernbund-Präsident, Abg. zum Nationalrat Jakob Auer als Schirmherr der „Figl Gespräche“ ein guter Grund, dieses Kernthema für den ländlichen Raum zu thematisieren und den aktuellen Stand zu evaluieren. „Wenn der ländliche Raum den Anschluss nicht verlieren will muss Österreich den Breitbandausbau weiter forcieren und schnellstmöglich umsetzen.“ 

Der Leiter des Breitbandbüros des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Alfred Ruzicka betont, dass der Blick auf den aktuellen Ausbaustand erfreulich sei. „80 % der Haushalte haben defakto einen Breitbandanschluss. Bandbreiten über 100 Mbit sind jedoch noch ein Minderheitenprogramm“. Ruzicka setzt für den weiteren Ausbau verstärkt auf Kooperationen, speziell im Baubereich, der 70-80 % der Kosten ausmacht. „Die Breitbandmilliarde wird für einen flächendeckenden Glasfaserausbau kaum ausreichen“ betont Ruzicka auch in Hinblick auf eine optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Gelder.

Mit Blick auf die anstehenden Finanzausgleichsverhandlungen versichert Jakob Auer, dass er die Breitbandmilliarde verteidigt bzw. sich für eine mögliche Aufstockung einsetzen werde. Dass die Gelder notwendig sind zeigen auch die Best Practice Beispiele aus Niederösterreich und Tirol. Denn die Breitband-Zukunft wird nicht bei Kupferleitungen oder über Mobilfunk, sondern bei zukunftssicheren Glasfaserleitungen gesehen. Herausfordernd dabei sei die Koordination der Länder, Gemeinden und der unterschiedlichen Infrastrukturanbieter. 

ÖVP-Abg. zum Nationalrat Eva-Maria Himmelbauer, ÖVP-Bereichssprecherin für Innovation und Telekommunikation, betont, dass Breitband nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein wichtiges volkswirtschaftliches Thema darstelle. Himmelbauer plädiert für verstärkte Koordination und eine Prioritätensetzung in der Breitbandanbindung von Bildungseinrichtungen, dem Gesundheitssystem und der Wirtschaft. Die beiden ÖVP-Abgeordneten Himmelbauer und Auer begrüßen, dass der Breitband-Ausbau voranschreitet. „Der flächendeckende  Ausbau wurde im Regierungsprogramm aus gutem Grund als Schwerpunkt verankert“, erinnert Auer daran, dass der Bauernbund mit Nachdruck ein leistungsstarkes Netz für den ländlichen Raum fordert. 

 

Rückfragehinweis:

Martina Kern; Parl. Mitarbeiterin für Pressearbeit; 

01/40110/4679, Martina.Kern@parlament.gv.at