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Eßl: Praxisfremde Auflagen entfernen

Neues Tierärztegesetz mit Richtsätzen und Empfehlungen statt Mindesttarifen


(c) Parlament

Mit der Änderung des Tierärztegesetzes beugt der Nationalrat ein von der EU angedrohtes Vertragsverletzungsverfahren vor. Die EU sieht in der derzeit geltenden Honorarordnung für Tierärzte mit festgelegten Mindesttarifen eine Verletzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie. Künftig werden daher nicht mehr Mindesttarife vom Gesundheitsministerium verordnet, sondern Richtsätze und Empfehlungen von der Tierärztekammer festgesetzt. Für ÖVP-Tierschutzsprecher Abg.z.NR Franz Eßl sind die Tierärzte eine wichtige Berufsgruppe, die je nach Standort gezielt Anreize und Rahmenbedingungen brauchen, um eine Tierarztpraxis zu betreiben. "Vor allem gibt es Unterschiede in der Attraktivität, je nachdem, ob in der Stadt eine Kleintiergemeinschaftspraxis betrieben wird oder am Land ein Großtierpraktiker 365 Tage im Jahr da sein muss." 


Entlastungsmaßnahmen für Bauern notwendig

"Vor allem im bäuerlichen Bereich stellen die Tierarztkosten in einem viehhaltenden Betrieb aber oft einen erheblichen Teil der Aufwendungen dar. Diesen Spagat zwischen der Attraktivierung der Tierarztstandorte im ländlichen Raum und den hohen Kosten für die bäuerlichen Betriebe müssen wir schaffen", fordert Eßl in diesem Zusammenhang einmal mehr Entlastungsmaßnahmen für die bäuerlichen Betriebe. Ob diese finanzieller Natur sind oder darin bestehen, bürokratische Hürden abzubauen und überbordende praxisfremde Auflagen und Vorschriften zu entfernen, für den ÖVP-Abgeordneten müsse beides angedacht werden. "Die Maßnahmen müssen auf jeden Fall praxistauglich sein", sieht Eßl in der anstehenden Änderung der Tierhaltungsverordnung eine erste Gelegenheit, dies auch in der Form umzusetzen. 

Rückfragehinweis:

Martina Kern

Parl. Mitarbeiterin für Pressearbeit 

von NR Franz Eßl

01/40110/4679

Martina.Kern@parlament.gv.at