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Eßl: Salzburger Wolfs-Petition wird nun im Landwirtschaftsausschuss beraten

Weidewirtschaft in Gefahr


(c) Photo Simonis

Die „Petition für ein wolfsfreies Salzburg“ unterzeichnet vom Salzburger Schaf- und vom Rinderzuchtverband, eingebracht von NR Franz Eßl, wurde einstimmig für weitere Beratungen dem Landwirtschaftsausschuss im Nationalrat zugewiesen. „Mit der Ausbreitung der Wölfe auch in unserem Bundesland ist eine Weidewirtschaft, wie wir sie heute betreiben und gesellschaftspolitisch wollen, in Zukunft nicht mehr möglich“, begrüßt Eßl den eindeutigen Beschluss für weitere Verhandlungen. Denn im Petitionsausschuss, der ausschließlich der Vorbehandlung von Themen dient, sind keine Gesetzes-beschlüsse möglich. 

Weidewirtschaft in Gefahr

Im Bundesland Salzburg sind jährlich rund 100.000 Rinder, 35.000 Schafe und Ziegen und 5.000 Pferde auf der Weide beziehungsweise auf Almgrundstücken. „Weidewirtschaft bedeutet hochwertige Lebensmittel. Weidewirtschaft bedeutet Kulturlandschaft und Erholungsraum für Gäste und Einheimische“, warnt Eßl vor der zunehmenden Wolfspopulation. Derzeit gibt es 20 bis 25 Wölfe in Österreich. Die jährliche Zuwachsrate beträgt 30 Prozent, in 15 Jahren könnten realistisch betrachtet 50 bis 500 Individuen vorhanden sein. Eßl warnt aber auch die städtische Bevölkerung: „Der Wolf hat keine natürlichen Feinde. Er wird auch in die städtischen Bereiche vordringen und wenn er in Bedrängnis kommt, dann wird er sich wehren. Aggressionen dem Menschen gegenüber wollen wir auf alle Fälle von vornherein vermeiden.“ 

 „Einige glauben immer noch, der Wolf sei ein Kuscheltier. Andere sehen wirklich ein ernstes Problem, vor allem diejenigen, die von der Viehwirtschaft leben müssen“, unterstützt Eßl die Forderung nach wolffreien Zonen in Europa. „Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht, aber er wird das Gesicht unseres Landes verändern!“