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Eßl und Köck gegen Kommerzialisierung der Geburt eines Kindes

ÖVP-Abgeordnete haben im Europarat klar Position gegen Leihmutterschaft bezogen


(c)Privat

Die parlamentarische Sitzung des Europarates hat sich gestern intensiv mit dem Thema "Leihmutterschaft" beschäftigt. Die anwesenden ÖVP Mandatare Nationalrat Franz Eßl und Bundesrat Eduard Köck haben sich klar gegen jede Form der Leihmutterschaft ausgesprochen. "Die Befürchtung von Frauen, dass bei der Leihmutterschaft der Körper der Frau zum Instrument und das Kind zur Ware wird, ist durchaus begründet. Es ist abzulehnen, dass die Geburt eines Kindes kommerzialisiert wird und die Gefahr, dass dies passiert, ist nicht von der Hand zu weisen“, argumentierte Eßl. Köck zeigte sich zudem über das Abstimmungsverhalten der anderen österreichischen Abgeordneten enttäuscht: "Ich hätte mir eine Unterstützung von ihnen erwartet. Die Vertreter der FPÖ, der Grünen und der Neos haben es aber vorgezogen, erst gar nicht an der Abstimmung teilzunehmen und SPÖ-Abgeordneter Stefan Schennach hat gegen unseren Antrag auf konsequente Ablehnung der Leihmutterschaft gestimmt."


Die Leihmutterschaft ist in mehreren Ländern Europas und so auch in Österreich verboten, in einigen Ländern nicht. Frauen- und Menschenrechtsorganisationen befürchten anlässlich der aktuellen Diskussion zu Recht eine Verletzung der Würde der Frau ebenso wie die der Kinder. "Die Natur setzt oft Grenzen, die für die Betroffenen hart sind. Und ein unerfüllter Kinderwunsch gehört dazu. Wenn man nun versucht, diese Grenzen zu umgehen, tauchen aber mit Sicherheit noch größere Probleme auf", erinnert Eßl an die ablehnende Haltung des Europaparlaments im Jahr 2015 und auch daran, dass sich der Sozialausschuss des Europarates noch gestern Vormittag entschieden gegen jede Form der Leihmutterschaft ausgesprochen hat. Im Plenum wurden diese Anträge und auch jene, die Regelungen für Leihmutterschaft vorsahen, abgelehnt. "Letztendlich aber konnte verhindert werden, dass Leihmutterschaft durch die Hintertür legalisiert werden kann", so Köck.

 

 


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Martina Kern

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