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Gahr „Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln gibt Sicherheit“

Irreführende Aufschriften sollen der Vergangenheit angehören


(c) Privat

„Wo Österreich draufsteht, muss auch Österreich drinnen sein“, betont der Tiroler Abgeordnete Hermann Gahr. Erst kürzlich präsentierte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wieder die häufigsten Beschwerden der Österreicher. Ganz weit oben auf der Liste stehen irreführende Angaben. Gerne wird auch bei der Herkunft etwas getrickst. Nur weil eine Österreich-Fahne auf dem Produkt ist, heißt es noch lange nicht, dass dieses Lebensmittel auch aus Österreich stammt. Darüber ärgert sich auch der ÖVP-Abgeordnete: „Wir brauchen eine faire und eindeutige Herkunftskennzeichnung. Verwirrende Angaben, wie produziert für Österreich müssen der Vergangenheit angehören. Die Konsumenten haben ein Recht darauf zu wissen, woher ihre Lebensmittel stammen.“

Wenn das AMA-Gütesiegel auf einem Produkt ist, kann man sich sicher sein, es stammt aus Österreich. „Diesen Erfolgsweg müssen wir weiter gehen und forcieren. Wir brauchen keine neuen Aufkleber oder Siegel, das sorgt nur für Verwirrung. Bestehende Programme sollen weiter ausgebaut werden und auch auf die Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie ausgedehnt werden, damit es für die Konsumenten eine Wiedererkennung gibt“, sagt Gahr.

„Leider hat es in der Vergangenheit durch ausländische Lebensmittelskandale einen Vertrauensverlust der Kunden gegeben. Die einzige Lösung, um wieder das Vertrauen der Konsumenten zu erlangen, ist eine faire Kennzeichnung. Jeder möchte hochwertige Produkte zu fairen Preisen kaufen, dazu brauchen wir aber auch Transparenz. Eine ordentliche Herkunftskennzeichnung gibt Sicherheit“, so der Tiroler weiter. 

Gahr lobt hier die Bemühungen von Bundesministerin Elisabeth Köstinger, noch in diesem Jahr soll ein Konzept für eine eindeutige Herkunftskennzeichnung präsentiert werden. Im Regierungsprogramm ist eine Kennzeichnung von verarbeiteten Produkten sowie auf Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung vorgesehen. Zusätzlich soll es ein Anreizsystem für die Gastronomie geben. „Es ist notwendig, dass wir von einer freiwilligen Kennzeichnung zu einer verbindlichen und verlässlichen kommen. Das ist eine Win-win-Situation für alle. Heimische Bauern sowie Konsumenten profitieren von einer fairen Kennzeichnung. Denn für hohe Qualität sind viele bereit auch mehr Geld auszugeben, dazu muss man aber wissen, woher ihre Lebensmittel stammen“, so Gahr abschließend.