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Hofinger: Tertiärer Ausbildungssektor braucht mehr regionale Breite und Profil

ÖVP-Abg.: Fachhochschulausbau in den ländlichen Regionen forcieren


(c)Bauernbund

Über 300.000 junge Menschen studieren an öffentlichen Universitäten, knapp 50.000 Studierende gibt es an Fachhochschulen. Während die 20 beliebtesten Uni-Studienfächer von 56 Prozent aller Studienanfänger, das sind rund 40.000 junge Menschen, gewählt werden, sind es bei jenen 20 Uni-Fächern mit den wenigsten Studienanfängern gerade mal 229. "Das vielfältige Studienangebot ist durchaus zu begrüßen, dennoch müssen wir darauf achten, dass die dafür verwendeten Steuergelder auch effizient eingesetzten werden", pocht ÖVP-Abgeordneter Manfred Hofinger auf notwendige Optimierungsschritte in der Weiterentwicklung des tertiären Ausbildungssektors.  


Während Österreich im Vergleich etwa zur Schweiz oder zu Bayern doppelt so viele Studierende an Universitäten aufweist, beträgt der Anteil an Studierenden an Fachhochschulen bei uns lediglich 13,4 Prozent. In der Schweiz liegt dieser bei 38,4 und in Bayern bei 33,9 Prozent. "Was hingegen die Qualität der Universitäten anbelangt, liegen wir hinter den Schweizern und jener der Bayern", ist für Manfred Hofinger der dezentrale Ausbau von Fachhochschulen der richtige Weg, um Qualität und Vielfalt effizient zu gestalten. "Fachhochschulstudien sind stärker an den Erfordernissen der Wirtschaft und des Marktes orientiert und die Standorte sind nicht allein auf Ballungsräume beschränkt", sieht der ÖVP-Abgeordnete in der praxisnahen Ausbildung aber auch in der regionalen Verankerung von tertiären Ausbildungsmöglichkeiten richtungsweisende Zukunftschancen. Zudem ist für Hofinger, der auch Mitglied im Wissenschaftsausschuss ist, eine bessere Durchlässigkeit im tertiären Sektor notwendig.

 

Das Innviertel braucht eine Agrar-FH


Was den Ausbau der Fachhochschulen betrifft, setzt sich der ÖVP-Abgeordnete seit über einem Jahr für eine Agrar-Fachhochschule im Innviertel ein. "Mit Reichersberg wurde nun ein bestens geeigneter Standort gefunden", weist Hofinger etwa auf das große Einzugsgebiet von Salzburg über Bayern und Teile Niederösterreichs aber auch Tirol hin. Zudem sei eine Kooperation mit Bayern geplant. Das Areal weist darüber hinaus große Agrarflächen auf, die als Praxisfläche genutzt werden könnten. Als Schwerpunkte der Agrar-FH sind Agrarökonomie, Agrartechnik und Agrarmarketing vorgesehen. "Damit geht das Studienangebot weit über den rein agrarischen Bereich hinaus und entspricht dem, was die neuesten technischen Entwicklungen auf diesem Gebiet verlangen", wird sich Manfred Hofinger auch weiterhin bei seinen Gesprächen im Parlament und darüber hinaus für den FH-Standort Innviertel einsetzen.  

 


Rückfragehinweis:

Martina Kern, Parl. Mitarbeiterin für Pressearbeit, 01/40110/4679; Martina.Kern@parlament.gv.at