< Auer: Viele tummeln sich im Rucksack der Bauernförderungen

Hofinger: Unsere Landwirtschaft ist konkurrenzfähig, aber sie braucht Perspektiven und Unterstützung


Fotohinweis: ÖVP-Klub/Sabine Klimpt

Unsere Landwirte stellen sich den Herausforderungen der Zeit. Sie versorgen uns durch harte Arbeit mit höchst qualitativen Lebensmitteln bei sehr hohen Auflagen im Tier- und Pflanzenschutzbereich. Trotz Einkommensminus verzeichnet die Landwirtschaft einen steigenden Absatz im Inland durch Qualitätsprogramme, neue Vergaberichtlinien bei Großküchen und einer verbesserten Partnerschaft zu Gastronomie und Hotellerie. Aber auch im Ausland werden unsere Lebensmittel geschätzt: der Export hat im vergangenen Jahr trotz Absatzkrisen einen neuerlichen Rekordwert erzielt. "Unsere Landwirtschaft ist somit durchaus konkurrenzfähig", sagte der ÖVP-Abgeordnete Manfred Hofinger in  der Plenardebatte zum Grünen Bericht 2016 gestern Abend im Nationalrat. 

Dennoch geben jährlich viele Landwirte auf. Den wichtigsten Grund hierfür sieht Hofinger in den sinkenden Preisen, die Landwirte für ihre Produkte erhalten. "Wenn kein geregeltes Einkommen mehr erzielt werden kann, hilft der beste Idealismus nicht mehr." Dazu kommen noch erschwerende Umweltereignisse wie Frost, Hagel und Dürre und die steigenden Anforderungen im Tier-  und Pflanzenschutz aber auch in der Bürokratie: "Was macht es für einen Sinn, wenn wir die Rahmenbedingungen in diesem Bereich immer mehr erhöhen, sodass die Betriebe nicht mehr kostendeckend produzieren können und dann die ganzen Agrarprodukte vom Ausland hereinkommen, bei denen wir überhaupt nicht wissen, wo und wie sie tatsächlich produziert werden?", so Hofinger. 

Daher ist es wichtig, den Landwirten Perspektiven aufzuzeigen. Die Anforderungen an die Landwirte werden immer größer. "Es wird immer mehr Professionalität gefordert", verweist der ÖVP-Abgeordnete auf das sehr gute landwirtschaftliche Ausbildungs- und Schulwesen, das für viele andere Berufsschulen zum Vorbild geworden ist. "Damit sind unsere Landwirte den Herausforderungen auch bei der technologischen Entwicklung gewachsen." Durch gezielte Marktregulierungsmaßnahmen und einen gestärkten Inlands- und Auslandsabsatz erreichen wir Preisstabilität bei den bäuerlichen Produkten. "Für viele kleinere Betriebe stellen auch Erwerbskombinationen eine Möglichkeit dar, um ihren Arbeitsplatz am Land zu erhalten", nennt Hofinger etwa den Gewürzanbau oder Urlaub am Bauernhof. "So vielfältig die Landwirtschaft ist, so vielfältig sind auch die Unterstützungsnotwendigkeiten", betonte Hofinger. 

Rückfragehinweis:

Martina Kern; 01/40110/4679; Martina.Kern@parlament.gv.at