< Auer: Es gibt keine politische Alternative zum europäischen Projekt!

Hofinger/Prinz: Sichere Bioenergieanlagen statt riskante Atomkraftwerte

ÖVP-Abgeordnete unterstützen regionale Energieversorgung durch Biomasse


(c)Privat

„Der Unmut und die Verunsicherung sind sehr groß“, zeigen die oberösterreichischen ÖVP-Abgeordneten und Bürgermeister Manfred Hofinger und Nikolaus Prinz Verständnis für die knapp 300 Betreiber von Bioenergieanlagen, die aufgrund der in der Ökostromnovelle vorgesehenen Maßnahmen um ihre Existenz bangen. In zahlreichen Gesprächen konnten sich die beiden Abgeordneten von der Wirkungskraft der Biogasanlagen überzeugen, die vor allem in den ländlichen Regionen nicht nur rund um die Uhr Energie liefern, sondern auch wertvolle Arbeitsplätze am Land sichern.


Vor 31 Jahren kam es zur Atomkatastrophe von Tschernobyl und vor 11 Jahren in Fukushima. „Österreich hat sich zu Recht gegen Atomkraft entschieden und daher sollten wir alles tun, um diese Form der Energiegewinnung auch in anderen Ländern zu minimieren und statt dessen auf Erneuerbare Energie und Unabhängigkeit von Energie-Importen setzen“, betont Hofinger. Auch für Prinz ist es ein „Signal in die falsche Richtung, wenn andere Länder zunehmend auf den Ausbau von Ökostrom setzen, hierzulande leistungsstarke und funktionierende Bioenergieanlagen zusperren müssen.“


Die Ökostromnovelle liegt derzeit für Beratungen im Parlament. „Noch gibt es keine  dafür notwendige Verfassungsmehrheit und daher nutzen auch wir die Möglichkeit, die Anliegen der Biogasanlagenbetreiber in die Diskussionen einzubringen“, setzen Hofinger und Prinz auf konstruktive Gespräche bis zum Mai-Plenum im Nationalrat.

 

Bioenergie bringt regionale Wertschöpfung

Geht es nach der derzeitigen Vorlage würde nur ein Teil der Betreiber die Möglichkeit zur Inanspruchnahme des Nachfolgetarifs erhalten, obgleich mehr als zwei Drittel von ihnen den geforderten Brennstoffnutzungsgrad erreicht. „Im Sinne von klimaschonender und effizienter Energiegewinnung, aber vor allem im Sinne der Bioenergieanlagenbetreiber, die in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen haben, um leistungsstarke Anlagen aufzubauen und damit vor allem in den ländlichen Regionen enorme regionale Wertschöpfung zu erzielen, sollten wir einen Schritt Richtung Zukunft und auf gar keinen Fall Richtung Import von Atomstrom gehen. Die Politik hat damals zur Investition in diesen Bereich motiviert, es ist Aufgabe aller Parteien sich auch in der Gegenwart und in Zukunft ihrer Verantwortung dafür bewusst zu sein“, betonen die beiden ÖVP-Abgeordneten.

 

 


Rückfragehinweis:

Martina Kern

01/40110/4679; Martina.Kern@parlament.gv.at