< Hofinger: Inlandsabsatz für bäuerliche Produkte wird erhöht

Jakob Auer: Absatzmöglichkeiten für landwirtschaftliche Produkte erhöhen

Unterausschuss "Agrarmärkte" mit Spezialdebatten zur "Situation im Fleischbereich" und "Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich"


(c) Bauernbund/Müller

"Der Preisdruck beim Schweinefleisch ist seit Jahren enorm hoch. Bei einem Erzeuger-preis von 1,13 Euro je Kilo hochwertigstem Schweinefleisch ist eine kostendeckende Produktion nicht mehr möglich", erläuterte heute, Mittwoch, der Vorsitzende im Unterausschuss des Landwirtschaftsausschusses zur Situation auf den Agrarmärkten, Abg. Jakob Auer, die prekäre Lage für die Schweinebauern. Neben einer Spezialdebatte zur Situation im Fleischbereich widmete sich der Unterausschuss in einer zweiten Runde der "Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich". Zu beiden Themen wurden zahlreiche Experten geladen. Für den Lebensmittelbereich fordert Jakob Auer aufgrund der momentanen Marktlage eine Erhöhung der Absatzmöglichkeiten für landwirtschaft-liche Produkte, so z.B. durch eine Intensivierung der Exporttätigkeiten, Unterstützung aller exportwilligen Betriebe und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

 

Marktkonzentration negativ für Erzeuger, Verarbeiter und Konsumenten

Über Dumpingpreise und Schleuderaktionen liefern sich in Österreich drei große Handelsketten einen extremen Machtkampf um Marktanteile. Sie teilen sich zusammen 85 Prozent des Lebensmittelhandels in Österreich. Dies ist eine der größten Handels-konzentrationen in ganz Europa. "Dieser Umstand wirkt sich natürlich nicht nur negativ auf die Erzeuger, sondern auch auf Verarbeiter und Konsumenten aus", dankt Auer den Vertretern der Bundeswettbewerbsbehörde, die als Experten im Unterausschuss fungierten. Sehr interessant waren auch die Expertenstatements der geladenen Vertreter der Handelsketten wie etwa von Rewe und Spar. "Denn wir alle sind gefordert, hier etwas mehr Ehrlichkeit und Transparenz in die Wertschöpfungskette zu bringen", betont der ÖVP-Landwirtschaftssprecher.


"Marktstörungen" ortet Auer aber auch durch den Absatzrückgang nach Russland und durch Produktionszuwächse in der EU. "Umso wichtiger ist es, unsere Exportchancen zu nutzen und weiter auszubauen." Was die Inlandsnachfrage nach heimischen Qualitäts-lebensmitteln betrifft, appelliert Auer erneut an die Konsumenten: "Wer heimische Produkte für den Festtagsschmaus kauft, deckt seinen Tisch nicht nur mit hoch-qualitativen Lebensmitteln, sondern sichert zudem wichtige Arbeitsplätze im Land."

 

 


Rückfragehinweis:

Martina Kern

Parl. Mitarbeiterin für Pressearbeit von

NR Jakob Auer/NR Franz Eßl

NR Manfred Hofinger/NR Nikolaus Prinz

01/40110/4679

Martina.Kern@parlament.gv.at