< Hofinger: Mehr Transparenz und Rechtsklarheit stärken Qualität der Universitäten

Jakob Auer: Bäuerliche Einkommen weiterhin im Sinkflug!

Grüner Bericht 2015 und Maßnahmen für 2016 im Landwirtschaftsausschuss


(c)Bauernbund/Müller

Der Grüne Bericht 2015 bietet auch heuer ein umfassendes Bild über die Lage der Landwirtschaft. Im heutigen Landwirtschaftsausschuss wurde zudem auch über  umfassende Maßnahmen diskutiert, die künftig zu setzen sind, damit einerseits die kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft aber auch deren hoher Wirtschaftsfaktor erhalten bleiben. "Ein wesentlicher Punkt sind die bäuerlichen Einkommen, die auch im vergangenen Jahr um fünf Prozent gesunken sind. Und die heurige Marktlage wird diesen negativen Preistrend noch weiter verschärfen",  verweist ÖVP-Landwirtschafts-sprecher Abg.z.NR Jakob Auer darauf, dass die heimischen Bäuerinnen und Bauern 2014 mit einem monatlichem Bruttoeinkommen von 1.350 Euro bei theoretischen 14 Gehäl-tern auskommen mussten.

Einen wesentlichen Grund für diese Entwicklung sieht Auer in den niedrigen Erzeuger-preisen durch Dumpingpreis-Aktionen ebenso wie durch Ertragsschwankungen in Folge von Klimaveränderungen. "Höhere Produktions- und Hygienestandards aber auch strengere Tierschutzvorschriften werden von den Konsumenten und vom Gesetzgeber gewünscht, aber nicht annähernd eingepreist", fordert Auer endlich Kostenwahrheit in Form einer Agrarmarkt-Control. "Die Gespräche laufen und ich bin zuversichtlich, dass wir hier erfolgreich in der Umsetzung sind."

Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft sichern


Wie der Grüne Bericht 2015 ausführlich darlegt, betrug der Gesamtproduktionswert der Land- und Forstwirtschaft im vergangenen Jahr 8,54 Milliarden Euro. Im vor- und nachgelagertem Bereich werden Umsatzerlöse in der Höhe von 38,1 Mrd. Euro erwirt-schaftet. Damit ist klar, dass vor allem im ländlichen Raum die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsplatzfaktor ist. "Heimische Lebensmittel sind von bester Qualität und sie sichern auf dem Weg zu den Konsumenten wertvolle Arbeitsplätze", pocht Auer auf verstärkte Wertschätzung der bäuerlichen Produkte. 10 Prozent mehr Inlandsnachfrage bringt 10.000 neue Jobs. Für den ÖVP-Landwirtschafts-sprecher sollten daher auch verstärkt öffentliche Einrichtungen dazu verpflichtet werden, bei der Anschaffung auf heimische Lebensmittel zu setzen.  

Wildschadensbericht zeigt deutliche Steigerung von Schäden auf


Die Ergebnisse des Wildschadensberichtes 2014 sind alarmierend: in fast zwei Drittel der Bezirke Österreichs weisen mehr als die Hälfte der Flächen starken Wildeinfluss auf. In manchen Wäldern sind das sogar über 75 Prozent der Flächen. "Diese Entwicklung ist dramatisch und erfordert höchste Anstrengungen, den Fortbestand gesunder Wälder zu sichern",  verweist Auer auf die notwendigen, im Bericht enthaltenen Maßnahmen. "Es geht aber auch um die verstärkte Berücksichtigung der Bedürfnisse des Wildes und der Jagd bei der Wald-bewirtschaftung. "Hier sind wir alle gefordert. Verantwortungsvolles Verhalten in unseren Wäldern und ein sorgsames Miteinander sind notwendig, um den Wald als Schutz-, Erholungs-, Wohlfahrts-, Lebens- und Wirtschaftsraum zu erhalten", spricht sich Auer erneut gegen eine generelle Öffnung des Waldes für Mountainbiker aus.

 

 

Rückfragehinweis: Martina Kern; 01/40110/4679; Martina.Kern@parlament.gv.at