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Jakob Auer: Regionale Qualitätskriterien sollen auch bei der Lebensmittel-Beschaffung in Bundesheer-Kasernen gelten

ÖVP-Landwirtschaftssprecher richtet parlamentarische Anfrage an BM Klug


(c) Parlament

Immer wieder gibt es Meldungen, wonach in heimischen Bundesheer-Kasernen unter anderem deutsche Milchprodukte statt heimischer verkauft bzw. verwendet werden. "Wir reden gerne von fairer Vergabe und von der Sicherung heimischer Arbeitsplätze, von ökologischen Kriterien beim öffentlichen Einkauf und von nachhaltiger und qualitativ hochwertiger heimischer Lebensmittelproduktion. Aber handeln auch alle danach, wenn es darum geht, den Worten Taten folgen zu lassen?", stellt sich für ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Jakob Auer diese Frage etwa im Beschaffungswesen von Lebensmitteln beim österreichischen Bundesheer. "Das österreichische Bundesheer, das täglich rund 22.000 Personen in seinen Kantinen verköstigt, hat, was die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten aber auch die öffentliche Beschaffung betrifft, eine besondere Vorbildwirkung", heißt es etwa in einer an Bundesminister Gerald Klug gerichteten parlamentarischen Anfrage. Der ÖVP-Abgeordnete möchte vom Verteidigungsminister nun wissen, ob und wie weit in heimischen Kasernen ökologische, regionale und saisonale Kriterien bei der Beschaffung von Lebensmitteln gelten.


"Tagtäglich werden in Österreich über zwei Millionen Menschen in öffentlichen Einrichtungen bzw. Kantinen verköstigt. Nach wie vor herrscht jedoch beim öffentlichen Einkauf von Lebensmitteln großer Nachholbedarf, was die Berücksichtigung ökologischer Kriterien wie kurze Transportwege oder nachhaltige Produktion betrifft", zitiert Auer seine parlamentarische Anfrage und erinnert dabei auch an eine neue EU-Vergaberichtlinie, die vorsieht, dass bei Vergabe öffentlicher Aufträge nicht mehr nur das Billigstbieter-Prinzip zur Anwendung kommen, sondern auch ökologische, soziale und arbeitsrechtliche Kriterien berücksichtigt werden sollten.


"Regionalität, nachvollziehbare Herkunft, breite Vielfalt und höchste Qualität sind das Markenzeichen heimischer Lebensmittel. Diese werden täglich von unseren Bäuerinnen und Bauern auf den Markt gebracht", betont Auer. Wer in der öffentlichen Beschaffung auf heimische Lebensmittel setzt, schafft und sichert damit auch wertvolle Arbeitsplätze. Denn zehn Prozent mehr Inlandsnachfrage bringt 10.000 neue Jobs. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, der auch in Hinblick auf die schwächelnde Konjunktur und die momentane Arbeitslosenstatistik verstärkt zu berücksichtigen ist. "Daher ist ein Umdenken, was die stärkere Berücksichtigung von regionalen Qualitätskriterien bei der öffentlichen Beschaffung betrifft, notwendig", erwartet Auer eine umfassende Information über die Kriterien des Lebensmittel-Beschaffungswesens in heimischen Kasernen.

 

Rückfragehinweis:

Martina Kern, Parlamentarische Mitarbeiterin für Pressearbeit von

NR Jakob Auer/NR Nikolaus Prinz/NR Manfred Hofinger/NR Franz Eßl

Martina.Kern@parlament.gv.at