< Auer fordert Aus für "Sojaschnitzel", "Tofuwurst" & Co.

Auer: Agrarbudget sollte höchste Priorität genießen – Absage an jegliche Kürzung

Mehrheit spricht sich für Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft aus


Mit einem heute vorgestellten Reflexionspapier zur Zukunft des EU-Haushaltes steigt die Nervosität auch um das zukünftige Agrarbudget ab 2020. „Agrargelder kommen unseren Bauernfamilien, der heimischen Lebensmittelqualität und somit ganz direkt auch der österreichischen Bevölkerung zugute. Dass die Budgetsituation durch den Brexit schwierig und eng wird, wissen wir, wir warnen aber entschieden davor, an den falschen Schrauben zu drehen. Denn Landwirtschaft als Infrastrukturmotor im ländlichen Raum und die Versorgung mit Nahrungsmitteln sind entschieden sicherheits- und systemrelevant nicht nur für jeden Mitgliedsstaat, sondern auch für die Gesamt-EU“, erklärt Bauernbund-Präsident Jakob Auer.

Gesellschaft weiß, dass Agrargelder notwendig für Nahrungsmittelproduktion sind

Die EU-Kommission sollte im Gemeinschaftshaushalt auch die Einstellungen der Bevölkerung abbilden. „Alle Studien und Umfragen bestätigen uns, dass sich die Konsumenten regionale Lebensmittel wünschen, dass sie die jeweils regionalen bäuerlichen Betriebe wertschätzen und entsprechend materiell unterstützt wissen wollen. In der Gesellschaft entwickelt sich ein immer breiteres Verständnis, dass bäuerliche Lebensmittelproduktion ohne öffentlichen Kostenausgleich in Gefahr ist. 

Die absolute Mehrheit spricht sich für die öffentliche Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe aus“, weißt Auer auf Umfrageergebnisse hin. Nicht zuletzt durch die Markt- und Preiskrisen der letzten Zeit habe sich hier viel öffentliches Bewusstsein entwickelt. „Die Menschen verstehen mittlerweile immer besser, dass es Ausgleichszahlungen für die niedrigen Lebensmittelpreise braucht. Das wird mit Sicherheit auch die EU-Kommission in ihren Haushaltsvorschlägen berücksichtigen. Am gesellschaftlichen Konsens zur Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft wird die EU-Kommission bestimmt nicht vorbei können. Ganz deutlich werden wir auf diese Leistungen der bäuerlichen Familienbetriebe auch in Brüssel hinweisen“, erklärt Auer abschließend zum vorliegenden EU-Kommissionspapier.