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Auer: Bäuerliche Landwirtschaft sichert heimische Lebensmittelproduktion

Appell an eine verstärkte Wertschätzung regionaler Produkte und deren Erzeuger anlässlich des morgigen Welternährungstages


(c)Bauernbund/Katteneder

Kein Thema polarisiert so sehr wie die Frage nach der Ernährung und nach Lebensmitteln. „In einer Zeit in der Ernährung zu einem neuen Statussymbol avanciert, soll vor allem heute verdeutlicht werden, dass es sowohl national als auch global, ohne bäuerliche Landwirtschaft keine Versorgungssicherheit und regional produzierte Lebensmittel geben würde“, betont Bauernbund-Präsident Jakob Auer anlässlich des morgigen Welternährungstages. „In Österreich ernährt ein Bauer bereits 106 Menschen. Das heißt, dass 3% der Bevölkerung unsere Lebensmittel produzieren. Doch was bekommt der einzelne Bauer dafür?“, stellt Auer zur Diskussion.


Marktkrise, Preiskämpfe der Handelsketten, Wetterextreme und niedrige Erzeugerpreise fordern ihren Tribut: Das bäuerliche Einkommen sinkt von Jahr zu Jahr. Heimische Bäuerinnen und Bauern müssen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.350 Euro auskommen. Dennoch versorgt unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft den Konsumenten mit sicheren, gesunden, regional produzierten Lebensmitteln und ist gleichzeitig ein hoher Wirtschaftsfaktor. „Regionale Kreisläufe, sprich österreichische Nahrungsmittel auf dem Weg zum Verbraucher fördern die heimische Wirtschaft, schaffen und sichern Arbeitsplätze. Denn 10% mehr Inlandsnachfrage bringen 10.000 neue Jobs“, appelliert Auer für eine höhere Wertschätzung von bäuerlichen Produkten und deren Erzeuger. „Jeder Bauer braucht einen entsprechenden Preis, damit er seine Familie ernähren, Ernteausfälle ausgleichen und vor allem reinvestieren und produzieren kann.“


Neben dem Konsumenten, der durch bewusstes Einkaufen den Erzeugerpreis und die heimische Landwirtschaft unterstützen kann, ist auch eine gesetzliche Absicherung von Nöten. Die vor kurzem geforderte „Agrarmarkt-Control“ soll Transparenz in den Markt bringen, Fehlfunktionen aufzeigen und einem Preisverfall entgegenwirken. „Ich appelliere an das Qualitäts- und Kostenbewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher: Die bäuerlichen Familienbetriebe beliefern uns tagtäglich mit den herrlichsten Köstlichkeiten, auf die wir alle stolz sein können. Sollten diese verschwinden, werden wir mit Industriequalität und einem Verlust von 530.000 Jobs, die an der Landwirtschaft hängen, konfrontiert“, betont Jakob Auer abschließend.