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Auer: Bauernbund startet Wirtschaftsgespräche mit Agrar-Branche

2014/15 investiert Landwirtschaft 5,5 Mrd. EUR - Jeder Euro an Investitionsprämie wird verfünffacht


© Messe Wels

Die Land- und Forstwirtschaft gilt als Motor des regionalen Wirtschaftskreislaufes. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 5,5 Milliarden Euro investieren die Bäuerinnen und Bauern in Österreich alle 2 Jahre, 530.000 Arbeitsplätze hängen insgesamt an der Landwirtschaft. „Der gesamte ländliche Wirtschaftsraum profitiert von den Konjunkturimpulsen, die von der Landwirtschaft ausgehen. In den Jahren 2007-2012 wurden rund 28.000 Betrieben Investförderungen in einem Volumen von insgesamt ca. 540 Mio. Euro gewährt. Damit wurden Investitionen von ca. 2,7 Mrd. EUR ausgelöst“, zieht Bauernbund-Präsident Jakob Auer Bilanz.
Parallel zur landwirtschaftlichen Investitionskraft eröffnet die Fachmesse agraria in Wels ein breitflächiges und vielfältiges Schaufenster für eine moderne Landwirtschaft und zeigt zugleich die enorm gestiegene Leistungsfähigkeit der Branche. Eng verzahnt mit der Agrar-Branche bringt eine investitionsfreudige Landwirtschaft Konjunkturimpulse für den ländlichen Raum“, so Bauernbund-Präsident Jakob Auer.
„Gekoppelt an die rückläufigen Erträge der Landwirtschaft im Vorjahr 2013 sind die Umsätze zwar leicht zurückgegangen.“ Durch die heurigen guten Ernten könnte sich aber trotz des hohen Preisdruckes eine Trendwende ankündigen. Zudem startet dieses Jahr auch die neue Investitionsprämie, die wirtschaftliche Stabilität herstellt. Insgesamt sieht Auer in den Programmen der Ländlichen Entwicklung „Konjunkturprogramme für die Länder und Gemeinden“, die neue Investitionsprämie sei das „Herzstück“. „Jeder Euro Investitionsförderung setzt 4 bis 5 Euro an Konjunkturimpulsen in Bewegung“, so der Bauernbund-Präsident. „Die Wettbewerbsfähigkeit ist das Um und Auf und gezielte Investitionen in Qualitätsmaßnahmen, Umwelt- und Ressourceneffizienz, Tierschutz oder Hygiene verbessern die Marktchancen für den einzelnen Bauernhof“, ist Auer überzeugt. Als besonderer Anreiz zur „landwirtschaftlichen Zukunfts-Fitness“ wurden die Obergrenzen für die neue Invest-Prämie deutlich erhöht. Zudem können die Bundesländer Top-ups zuschießen.

Ende November startet Bauernbund mit „Wirtschaftsgesprächen“

„Die Landwirtschaft investiert am Land. Was liegt näher, als dass wir diesen Konjunkturmotor weiter ankurbeln wollen. Dazu starte ich Ende November im Parlament eine Serie von Wirtschaftsgesprächen, wo Landtechnik-Firmen wie Traktorenhersteller, Betriebsmittelhändler und Bauwirtschaft zusammenkommen werden“, kündigte Auer heute, Dienstag, vor Journalisten in Wien an. Ziel sei eine noch intensivere Vernetzung der Agrar-Branche sowie der geballten Wirtschaft am Land. „Bauern sind Unternehmer am Land, die stabile Rahmenbedingungen und Ertragschancen benötigen. Wer Perspektiven sieht, wird seinen Betrieb zukunftsfit aufstellen. Die Politik kann dafür die möglichen Programme verhandeln und Rahmenbedingungen schaffen, aber am Markt muss sich letztlich jeder einzelne Bauer bewähren. Eine derzeit schwierige Marktsituation zwingt umso mehr alle Potenziale zu heben und Synergien zu nutzen. Nicht nur die Sicherung des Wert-Preis-Gefüges oder die Exportoffensive liege derzeit im Fokus der Agrarpolitik, sondern eben auch konjunkturbelebende Maßnahmen, die wir bei diesen Gesprächen diskutieren wollen“, sagte Bauernbund-Präsident Jakob Auer heute, Dienstag, vor Journalisten in Wien.