< Auer fordert Hilfsmaßnahmen für die österreichische Landwirtschaft

Auer fordert für schwer krisengeschüttelte Bauern Rabatt bei Sozialversicherung

Preisverfall und Wetterkatastrophe erfordern wirkungsvolle Hilfsmaßnahmen


(c) LKÖ/Schreiner

"Die Akutsituation im österreichischen Apfelgürtel ist dramatisch. Tausende Bauern sind von der schlimmsten Schadenskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg betroffen. Damit noch nicht genug, trifft dieser überregionale Frostschaden auf die ohnehin brisante Einkommenslage der Bauern in vielen Bereichen. Insgesamt fahren die heimischen Bauern für das Jahr 2015 ein weiteres Einkommensminus ein", zeigt sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer alarmiert. Für das laufende Jahr 2016 drohen wieder Verluste. Das wäre das fünfte Minus in Serie. "Die Preise für Milch und Fleisch sind auf Tiefstniveau, der Markt versagt und zu alledem kommen noch die alljährlichen Millionenschäden aus den Wetterkapriolen", erklärt Auer die Lage für krisenhaft.

Sozialversicherungsbeitrag


Die Mittel aus dem Katastrophenfonds könnten einiges abfedern, aber auch der Preisverfall im Milch- und Fleischbereich stellen für Auer ein Schadensereigniss dar. Bauernbund-Präsident Auer fordert angesichts dieser brisanten Lage einen Beitragsrabatt bei der bäuerlichen Sozialversicherung: "Der Beitragsrabatt soll den schwer betroffenen Landwirten eine spürbare Entlastung bringen."


Diese Hilfe muss den Betroffenen in Form einer einmaligen Reduktion des SV-Beitrages zugutekommen. Auer hält die Senkung in Höhe von etwa 160 Mio. Euro für eine wirkungsvolle sowie spürbare Hilfsmaßnahme und ergänzt: "Dieser Betrag entspricht einem Viertel einer jährlichen Beitragszahlung und hilft die Liquidität auf den Höfen zu sichern."