< Auer: „SVB-Rabatt im Ministerrat fixiert – Bauernbund setzt Forderung durch“

Auer: Katastrophale Preissituation drückt Bauerneinkommen dramatisch

Österreichische Landwirtschaft im Dauertief – SVB-Quartalsstorno muss kommen


Jahr für Jahr liegt mit dem Grünen Bericht auch eine Einkommensstatistik der österreichischen Landwirtschaft vor. Heute wurde der aktuelle Bericht veröffentlicht. „Seit 2011 – also das 4. Jahr in Serie – zeigt die Kurve nach unten. Quer durch alle Branchen hat unsere Landwirtschaft im Preistiefjahr 2015 mit minus 17 %  wieder eine kräftige Delle bekommen. Das Einkommen in der Landwirtschaft liegt weit unter dem Bruttojahreseinkommen bei den Erwerbstätigen. Der Durchschnittsbauernhof hat demnach 19.478 Euro verdient“, bezieht sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer auf das durchschnittliche Einkommen je buchführendem Betrieb. Je entlohnter Arbeitskraft gerechnet verliert ein Betrieb 16 % seiner Einkünfte. Seit 2011 haben die österreichischen Bauern mehr als ein Drittel an Einkommen verloren.

„Die Situation ist vor allem bei den Milch- und Schweinebauern katastrophal. Der Preisverfall durch das Russlandembargo und die Marktkrise hat voll auf den einzelnen Betrieb durchgeschlagen. Es geht nur noch ums Existieren, ans Investieren oder Umsatteln ist vielerorts gar nicht zu denken“, schildert Auer die dramatische Situation. „Erzeugerpreise unter Dauerdruck, aber auch die gestiegenen Kosten für Maschinen und Energie, für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, sowie für Mieten und Pachten heizen die Verluste weiter an. Für 2016 wird die Landwirtschaft erneut ein Minus schreiben – nicht zuletzt wegen der Frostkatastrophe im April und der anhaltenden Milchpreiskrise“, zeigt sich Auer alarmiert.

Echtes Quartalsstorno der SVB, keine Stundung

Umso vehementer verlangt der Bauernbund-Präsident die Umsetzung der Beitragsaussetzung für ein Quartal. „Ich fordere ein echtes Quartalsstorno, keine Rückzahlung, und damit auch keine Beitragserhöhung der Sozialversicherung. Im Herbst muss das so umgesetzt werden. Ohne Wenn und Aber. Da gibt es keinen Millimeter Spielraum. Wir verstehen den Beschluss der Regierung so, dass den Bauern echte Hilfe gewährt und keine Mogelpackung untergejubelt wird“, so Bauernbund-Präsident Jakob Auer abschließend.