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Auer: Landwirtschaft als entscheidenden Wirtschaftsfaktor endlich zur Kenntnis nehmen

ÖVP-Abg. erfreut über fernsehgerechte Plenardebatte zum Grünen Bericht 2013


© Bauernbund

Landwirtschaft ist Wirtschaft am Lande und das bedeutet die Produktion von hochwertigen Lebens-mitteln, den Schutz unserer Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft und sie ist auch ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Das sagte heute, Dienstag, der ÖVP-Landwirtschaftssprecher und Bauernbundpräsident Abg. Jakob Auer in der Plenardebatte zum Grünen Bericht 2013. Besonders erfreut zeigte sich Auer, dass es gelungen ist, diese "entscheidende Unterlage zur Lage der Landwirtschaft in einer fernsehgerechten Zeit präsentieren zu können. Das ist ein Signal für die Wertschätzung der Bauern."
Nach einem positiven Bauernjahr 2011 war das darauffolgende Wirtschaftsjahr für die Bauern von besonderen Wettersituationen geprägt. "Landwirtschaft findet in der freien Natur statt", verwies Auer auf Hagel, Dürre, Frost, Stürme und Überschwemmungen, die im Jahr 2012  ein deutliches Minus bei den Bauerneinkommen verursachten. Neben Natureinflüssen sind es aber auch die volatileren Agrarmärkte, die Einfluss auf Wachstum und Erträge nehmen.

Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Was die Arbeits- und Beschäftigungs-situation in Österreich im Vergleich mit anderen Länder betrifft, ist die Lage für Auer durchaus bemerkenswert gut. "Aber leider wird immer wieder gerne vergessen, dass der Einfluss der Land-wirtschaft daran wesentlich ist", weist der ÖVP-Abgeordnete auf die rund 530.000 Beschäftigten im Bereich Landwirtschaft hin. Weiters sind nach einer Studie die Landwirte in den nächsten Jahren bereit, rund 5,5 Milliarden Euro zu investieren. Im Vergleich dazu geben die Gemeinden an, dass sie rund 1,5 Milliarden investieren wollen. "Wenn die Bauern aber um ein Vielfaches mehr investieren, ist das der medialen Aufmerksamkeit nur ein paar Zeilen wert", verweist Auer auch auf die Wert-schöpfungsspirale, die jeden investierten Euro vervier- oder sogar verfünffacht.

Herausforderungen für die Zukunft

Als künftige Voraussetzungen für eine florierende Wirtschaft am Land nannte Auer die Umstellung von historischem Modell auf das Regionalmodell, die Schaffung von ausreichend Investitionsmöglich-keiten für bäuerliche Betriebe, die Umsetzung der GAP-Reform mit einem Ausgleich für biologisch wirtschaftende Betriebe und jene in benachteiligten Zonen. "Wir müssen aber auch Sorge tragen, dass wir ein zukunftsorientiertes Versicherungsmodell aufbauen, damit die Bauern nach Unwetter-situationen nicht immer als Bittsteller dastehen müssen", betonte Auer. Weiters fordert Auer eine Weiterentwicklung im Bildungsbereich. "Wir haben einen Aufholbedarf, wenn es darum geht mehr Praxis als Theorie zu lehren", fordert Auer einmal mehr die Einrichtung einer landwirtschaftlichen Fachhochschule.  
Eine weitere Herausforderung sieht der ÖVP-Landwirtschaftssprecher im Verbrauch unserer wert-vollen Ackerflächen. "Wenn wir mit der Verbauung in den nächsten Jahrzehnten so weiter machen, dann werden wir in 160 Jahren keine Ackerflächen in Österreich mehr haben", warnte Auer.