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Auer: „ÖVP-Weichenstellungen sollen Bures für flotten Breitbandausbau motivieren“

Zaudern hilft Gemeinden nicht – Auch EU-Juncker fährt Breitband-Strategie


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Der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht Breitband als großes gesamteuropäisches Investitionsprojekt. Allein für die G20-Staaten errechnete Boston Consulting mögliche Wachstumsraten der Internetwirtschaft von 10 Prozent pro Jahr – vorausgesetzt die Infrastruktur hält dieses Wachstum aus. Besonders ernst nimmt deshalb Bauernbund-Präsident Jakob Auer dieses Kernthema für den Ländlichen Raum: „Was Juncker für ganz Europa als zielführend erkannt hat, sollte auch in Österreich als Zukunftsprojekt vordringlich behandelt und schnellstmöglich mit der Umsetzung gestartet werden. Österreich muss mithalten, sonst verliert der Ländliche Raum den Anschluss.“ Die Betriebe am Land hätten den Ausbau „bitter nötig“, mahnt der Bauernbund-Präsident. Damit seien natürlich sowohl KMUs- als auch Landwirtschaftsbetriebe gemeint. Umso mehr begrüßt Auer, dass „beim Breitband-Ausbau jetzt endlich Bewegung ins Spiel kommt“. Der flächendeckende  Ausbau wurde im Regierungsprogramm „aus gutem Grund als Schwerpunkt verankert“, erinnert Auer daran, dass der Bauernbund mit Nachdruck ein leistungsstarkes Netz mit Übertragungsraten von 100 MBit/s und eine Haushaltsabdeckung von 100 Prozent fordert.

Volle Netzabdeckung bis 2020 – Bures soll jetzt ihren Masterplan auf den Tisch legen

„Wenn die Telekom-Branche und die Politik an einem Strang ziehen, sollten bis 2020 effektiv leistungsfähige Netze ohne ständige Funklöcher für jeden Haushalt zur Verfügung stehen“, begrüßte Auer den von Finanzminister einberufenen Runden Tisch, zu dem auch die Gemeinden geladen wurden. „Spindelegger gibt die Struktur und den Takt vor, das wird auch die zuständige Infrastrukturministerin Bures motivieren, ihre hoffentlich gemachten Hausaufgaben baldigst zu präsentieren. „Von Zaudern und Zögern können sich die ländlichen Gemeinden und Betriebe nichts abschneiden.“ Die Koalition werde „immer noch an ihren konkreten Taten, nicht an ihren Disputen gemessen“, verlangte der Bauernbund-Präsident abschließend ein höheres Tempo in dieser Sache.