< Auer: „Bei Lebensmittelsicherheit gilt null Toleranz und null Kompromiss“

Auer: „Schieder outet sich als klarer Feind unserer ländlichen Heimat“

Wer Geld aus der Landwirtschaft abziehen will, bricht unserem Land das Rückgrat


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In den heutigen Ausgaben der Gratiszeitung „Heute“ und „Presse“ fordert SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder „weniger Geld für Kühe und mehr für Infrastruktur“ und gibt damit „einen unqualifizierten Senf“ zur morgigen 60 Jahr-Feier der Unterzeichnung der EU-Verträge ab. „Damit hat sich Schieder nicht nur zum letztklassigen Bauernfeind erklärt, sondern ausdrücklich zum Feind unserer ländlichen Heimat“, zeigt sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer schwer irritiert. „Dass ein Mitglied des SPÖ-Führungskaders eine derart stupide Headline produziert, lässt mich den Kopf schütteln.“

 

Schieder pegelt sich auf Wahlkampfmodus ein

 

Für Auer gibt es dafür nur zwei Erklärungen: „Klubobmann Schieder läuft bereits unverhohlen im Wahlkampf-Modus und will durch diese provokante Äußerung eine neue Verteilungs- und Neiddebatte vom Zaun brechen.“ Oder aber: „Schieder fehlen einige ganz grundsätzliche Einsichten über den Zusammenhang von Stadt und Land. Okay, das kann man von einem gebürtigen Wiener, der in der Wiener Arbeiterkammer seinen Prägestempel erhalten hat, offenbar auch nicht erwarten.“ Die Viehwirtschaft sei eine tragende Säule der heimischen Landwirtschaft und damit der „Taktgeber für die Entwicklung in den Dörfern und Tälern“. „Wer Geld aus Landwirtschaft nehmen will, bricht das Rückgrat des ländlichen Raumes. Wenn die letzten Bauern ihre Stalltür zugesperrt haben und die Dörfer einst leer geräumt sein sollten, dann kann sich die SPÖ die Ausgaben für Infrastruktur auch sparen.“

 

Jeder Euro der Ländlichen Entwicklung wird 7 x reinvestiert

 

Die Wirtschaftsdaten sprechen eine klare Sprache: „Jeder Euro der Ländlichen Entwicklungs-Säule der Agrarpolitik wird siebenfach reinvestiert“, erinnert Auer an die Mehrfachrentabilität der öffentlichen Gelder. Mehrere Wifo-Studien kommen zu diesem eindeutigen Ergebnis. Aber auch Lebensmittel seien für die Konsumenten deshalb so preisgünstig und leistbar, „weil jeder Agrarcent automatisch eine Konsumentenförderung eingebaut hat“, klärt der Bauernbund-Präsident weiter auf. „Tourismus, Handwerk, Gewerbe, Gastronomie und Handel – all diese Wirtschaftszweige greifen verzahnt durch die Landwirtschaft ineinander und erhalten so unsere Heimat. Wie abgesiedelte Dörfer ausschauen, kann sich Schieder gleich in Norditalien anschauen. Dann versteht man blitzartig, welche Folgen diese Drüberfahr-Politik hat“, verlangt Auer eine verantwortungsvolle, umfassende Politik für den ländlichen Raum, wofür Beschäftigung, leistbarer Wohnraum, funktionsfähige Infrastruktur und eine attraktive Dienstleistungsdichte die Basis bilden.