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Auer zum Bodenverbrauch: „Täglich verschwindet ein Bauernhof – Verbauen wir uns die Zukunft?“

Bauernbund setzt sich für effiziente, kontrollierte Flächennutzung ein


© Bauernbund/Müller

Täglich wird in Österreich ein Bauernhof verbaut. „339 Bauernhöfe wurden allein heuer in Österreich verbaut. Ohne Boden aber keine Landwirtschaft, ohne Landwirtschaft keine Lebensmittel. Jeder Hektar Ackerfläche, der aus der Produktion genommen wird, ist für immer verloren“, lädt Bauernbund-Präsident Jakob Auer ein zum heutigen „Tag des Bodens“ dieses Problem auf allen Ebenen ernst zu nehmen. „Es ist natürlich eine Frage der Interessenslage, ob wir es uns auf Dauer leisten können, fruchtbare Böden mit Beton und Asphalt zu versiegeln, während die Ortskerne und die Dörfer veröden. Ich warne davor, dass ein teilweise ausufernder Wildwuchs bei der Raumordnung, die Produktionskraft der Landwirtschaft Tag für Tag schwächt. 2015 wird ganz im Zeichen dieses Zukunftsthemas stehen: Es wird von den Vereinten Nationen das „Internationale Jahr des Bodens“ ausgerufen.“

Selbstversorgung mit Lebensmitteln in Gefahr

Mittel- und langfristig stellen uns der Bodenverbrauch und die Flächenversiegelung vor massive standort- und regionalpolitische Probleme. „Mit den schwindenden Flächen steht nämlich auch die Selbstversorgung Österreichs mit unseren heimischen Lebensmitteln auf dem Spiel. Von einer funktionierenden Krisenvorsorge für die kommenden Jahrzehnte, in denen die Weltbevölkerung auf über 9 Milliarden Menschen anwachsen wird, ganz zu schweigen“, so Auer. Wo Produktion verloren geht, gehen automatisch auch Arbeitsplätze verloren. Derzeit sind noch 530.000 Jobs mit der Land- und Forstwirtschaft verknüpft.

Regionen, Tourismus und Lebensmittelproduktion leiden unter Flächenfraß

Auswirkungen habe der uferlose Flächenfraß aber nicht nur auf den ländlichen Raum und die Randzonen der Städte. „Konsequenzen befürchte ich auch für den Tourismus, der von intakten Ortsbildern und gepflegten Landschaften lebt“, zeigt Auer auf. „Flächenfraß ist ein Thema, das die Gesellschaft und die Politik gesamthaft betrifft. Wir brauchen eine Politik, die Ernährung, Versorgung, Standort und Wirtschaftswachstum in Einklang bringt – Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung müssen möglichst effizient genutzt werden und einer exakten Nutzenabwägung folgen“, so Auer abschließend.