< Jakob Auer: "Exportmut kann Agrarpreise absichern helfen"

Auer zur Kärntner Kammerwahl: Spitzenkandidat Mößler verteidigt mit 47,15% Platz 1

Bauernbund hält unter widrigen Umständen die Mehrheit


(c)Kärntner Bauernbund

Bei der gestrigen Landwirtschaftskammerwahl, Sonntag den 06. November 2016, hielt der Kärntner Bauernbund mit 47,15% weiterhin die Mehrheit in der Vollversammlung des Kammerparlaments, im Vorstand sogar die Absolute. Überschattet war der Wahlkampf vor allem durch eine extrem schwierige Marktlage für die heimischen Bauern. "Es ist der jahrelangen, verlässlichen Interessensvertretung des Bauernbundes zu verdanken, dass knapp die Hälfte der Kärntner Bäuerinnen und Bauern dem Bauernbund weiterhin die Treue halten. 47,15% vor 25,83% für die zweitplatzierten Freiheitlichen – das ist ein sehr respektables Ergebnis für Kammerpräsident Johann Mößler“, gratulierte Bauernbund-Präsident Jakob Auer in einer ersten Reaktion. „Dass man mit seriöser, nachhaltiger Interessenspolitik mit großer Mehrheit das Vertrauen der Bauernschaft auf seiner Seite hat, ist ein Treuebeweis, der nur dadurch gemindert wird, dass die Absolute diesmal verloren ging“, so Auer.

 

Freiheitliche verfehlten Wahlziel mehr als deutlich


Allerdings ließ schon der Wahlkampf ein spannendes Rennen erwarten. Neben den Freiheitlichen und Unabhängigen Bauern sind auch die SPÖ-Bauern und die Südkärntner Bauern angetreten. „Mößler und Team haben hart gekämpft und ein respektables Ergebnis erzielt. Zudem konnte der Bauernbund das Wahlziel der Freiheitlichen erfolgreich vereiteln", erinnert der Bauernbund-Präsident daran, dass Spitzenkandidat Manfred Muhr 4 Mandate dazugewinnen wollte. Geworden ist es 1 Mandat.

Damit teilen sich die Sitze in der Vollversammlung der Kärntner Landwirtschaftskammer die Freiheitlichen und Unabhängigen Bauern mit 9 Mandaten (+1 Mandat, 25,83%), die SPÖ-Bauern mit 4 Sitzen (-1 Mandat, 12,49%) und auch die Südkärntner Bauern sind mit 4 Mandaten (+1 Mandat, 10,95%) weiterhin vertreten. Den Grünen Bauern gelang mit 1 Sitz (3,57%) erstmals der Einzug ins Kammerparlament. Die Wahlbeteiligung lag mit 40% deutlich unter den Erwartungen.