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Bauernbund: Müssen gutes Miteinander auf heimischen Almen absichern

Gesetzesänderung für mehr Sicherheit auf den Almen in Begutachtung


(c) Harald Klemm

Das Urteil des Landesgerichts Innsbruck, welches einen Tiroler Bauern zu rund 490.000 € Schadenersatzzahlungen erstinstanzlich verurteilte, sorgte Ende Februar für heftige Diskussionen. Seither herrscht große Verunsicherung bei den Alm- und Weidebauern, wie es im heurigen Almsommer weitergehen soll. Wie von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundesministerin Elisabeth Köstinger im Rahmen des „Aktionsplan sichere Almen“ angekündigt, sieht dieser unter anderem eine Änderung im ABGB vor. 

In Zusammenarbeit mit dem Bauernbund und der Landwirtschaftskammer legt die Regierung jetzt eine entsprechende Gesetzesänderung vor. „Im Hinblick auf die immer näher rückende Alm- und Weidesaison ist die Verunsicherung bei unserer Alm- und Weidebauern nach wie vor sehr groß. Die Bundesregierung hat den Ernst der Lage erkannt und schnell gehandelt“, bedankt sich Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser für die zeitnahe Erarbeitung einer Novelle des ABGB.  „Die Präzisierung der Haftung des Tierhalters ist eine von mehreren Maßnahmen des Aktionsplans, um das gute Miteinander auf den Almen künftig zu gewährleisten“, fährt Strasser fort. Der Entwurf wird nun einer vierwöchigen Begutachtung unterzogen. 

Künftig soll die Eigenverantwortung der Freizeitnutzer auf den Almen gestärkt werden. „Klares Ziel der ABGB-Novelle ist eine rechtliche Klarstellung der Situation auf den Almen, um das Miteinander zu gewährleisten“, so Strasser abschließend.