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Bauernbund sichert überlegene Mehrheit in Niederösterreich ab

Spitzenkandidat Hermann Schultes holt 30 Mandate – Bauernbund hält 30 von 36 Sitzen in der Vollversammmlung der LK Niederösterreich. Hermann Schultes sichert als Spitzenkandidat Absolute mit rund 84 % erfolgreich ab.


© LK NÖ/Eva Posch

Nach wochenlanger Mobilisierung und Themenarbeit hat der Bauernbund in Niederösterreich sehr erfolgreiche Landwirtschaftskammerwahlen geschlagen. Die Wahlbeteiligung war zwar mit 59,03 % niedriger als 2010. Sowohl in Mandaten (30 von 36) als auch in Stimmprozenten konnte Spitzenkandidat Hermann Schultes aber das Ergebnis von 2010 annähernd halten. „8 von 10 Bauern haben in Niederösterreich dem Bauernbund das Vertrauen ausgesprochen. Das ist eine überwältigende Mehrheit. Spitzenkandidat Hermann Schultes hat damit seine Wahlziele erreicht. Die Prozent- und Mandatsveränderungen gegenüber 2010 waren angesichts der Konkurrenzlage erwartbar. Eine absolute Mehrheit von über 84 % befürwortet, dass der bisherige Kurs weiter fortgesetzt wird“, gratuliert Jakob Auer, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, in einer ersten Reaktion zum vorläufigen Endergebnis.

Klares Nein zu Eigentumssteuern statt hohler Versprechen


Wegen der Vielfalt an Mitbewerbern war bereits im Vorfeld erwartet worden, dass sich die Prozentergebnisse konsolidieren. Demnach sind die Freiheitlichen Bauern neuerdings im Kammerparlament mit 6 Mandaten (8,93%) vertreten. Bei der SPÖ setzt sich in NÖ hingegen der Abwärtstrend fort: Die SPÖ-Bauern verlieren 4 Mandate und verfehlen damit den Einzug ins Kammerparlament. Auch die Grünen schaffen die 5-Prozent-Hürde nicht: 2,54 % reichen nicht für einen Kammersitz. „Allfälligen politischen Experimenten wurde damit eine klare Absage erteilt“, kommentiert Auer.
Im Wahlkampf hatte Schultes neuen Steuern auf Vermögen und Eigentum wiederholt eine deutliche Absage erteilt. „Eigentumssteuern sind bei den Bäuerinnen und Bauern ein Existenzthema, umso glaubhafter ist eine Bauernbund-Politik, die nicht mit hohlen Versprechen, sondern mit stabilen Rahmenbedingungen eine starke, zukunftsfähige Landwirtschaft sichert“, so Bauernbund-Präsident Auer abschließend.