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Bauernbund: Sozialversicherung der Selbständigen eröffnet neue Perspektive für bäuerliche Versicherte

Parlament beschließt Fusion der SVB mit der SVA zur SVS


(c) Bauernbund

Die geplante Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) mit der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) zur Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) nimmt konkrete gesetzliche Formen an - heute kam es zur parlamentarischen Beschlussfassung im Nationalrat. „Seit 2018 arbeiten wir gemeinsam und intensiv an einem neuen gemeinsamen Träger der Selbständigen, welche die gute soziale Absicherung der bäuerlichen Berufsgruppe weiterhin gewährleisten wird. Alle Versicherungsvertreter gestalten die Veränderung aktiv mit, um das Erfolgsmodell eines Allspartenträgers mit einer Pensionsversicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung fortzusetzen und die wichtigsten Anliegen beider Berufsgruppen aus Landwirtschaft und Wirtschaft zu bündeln“, so Abg.z.NR DI Georg Strasser zur geplanten Reform der bäuerlichen Sozialversicherung. Auf die Bedürfnisse der Bäuerinnen und Bauern muss, ebenso wie auf die der anderen Versichertengruppen, besonderes Augenmerk gelegt werden. „Errungenschaften, wie etwa die soziale Betriebshilfe oder die bedarfs- und berufsspezifischen Präventions- und Gesundheitsangebote der SVB müssen und werden erhalten bleiben, ohne dass Beitragserhöhungen erforderlich sind. Besonders wichtig ist zudem, berufsspezifische Charakteristika wie eine Beitragsgrundlage auf Basis der Einheitswerte, oder die Beitragsgrundlagenoption zu erhalten und weiter zu entwickeln. Schließlich sind sie die Basis für nachhaltige Versicherungsleistungen der Bäuerinnen und Bauern, die ihr Leben lang harte körperliche Arbeit leisten“, verweist Strasser auf die Notwendigkeit, die bestehenden Leistungen der SVB zu sichern. 

Nach 45 Jahren schließt das Kapitel SVB. Ab 1.Jänner 2020 entsteht ein neuer, gemeinsamer Selbständigen-Versicherungsträger. „Die SVB wird sich mit der SVA zur SVS fusionieren. Auch, wenn sich die Organisationsstruktur ändert, die hart und über Jahrzehnte aufgebauten Versicherungsleistungen für die Bäuerinnen und Bauern bleiben erhalten. Die künftigen Herausforderungen der SVS liegen vor allem in der Weiterentwicklung der Gesundheitsvorsorge insbesondere in den ländlichen Regionen. Hier wird beispielsweise die Gewährleistung der ärztlichen Versorgung eine zentrale Rolle spielen. Zudem sind der Erhalt des Sachleistungsprinzips und die steigenden Gesundheitskosten bei einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung eine große Herausforderung für die neue Sozialversicherung der Selbständigen“, bekräftigt Strasser abschließend.