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Bauernbund zeigt Penny bei Bundeswettbewerbsbehörde an

Österreichische Milch ist zu kostbar, um sie einfach zu verschleudern!


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Scharf kritisiert wurde die Milch-Schleuderaktion von der heute in Wien tagenden Direktorenkonferenz des Bauernbundes, der die Supermarktkette Penny für ihre im aktuellen Flugblatt beworbene Schleuderaktion bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angezeigt hat. Die BWB soll den Fall auf die geltenden gesetzlichen Grundlagen des Wettbewerbsrechts hin prüfen, wird gefordert. "Wir wehren uns dagegen, dass kostbare Lebensmittel, die von unseren Bäuerinnen und Bauern in tagtäglicher Arbeit hergestellt werden, einfach verschleudert werden", so die Direktorinnen und Direktoren der neun Landesbauernbünde unter Vorsitz von Bauernbund-Direktor Johannes Abentung in Wien. "Dieser Fall geht mit Sicherheit als absolutes Negativbeispiel der viel beworbenen Partnerschaft des Handels mit den heimischen Landwirten in die Geschichte ein. Partnerschaft, so wie wir sie verstehen, sieht jedenfalls ganz anders aus."

Nicht nur die Art, sondern auch der Zeitpunkt der Aktion stößt den Bauernbund-Direktoren sauer auf. Erst unlängst habe die gesamte heimische Handelslandschaft angesichts der Russland-Importsperren über Zeitungen werbewirksam Solidaritätsbekundungen an die Bauern geschickt. "Dass jetzt einzelne Handelsketten hier ausscheren, mit Lockpreisen auf radikalen Kundenfang gehen und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen, ist nicht nur kein Ruhmesblatt für die Handelsbranche, sondern ein Thema, das sich auch die Behörde ganz genau anschauen muss", so Abentung.