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Erntedankfest: Feiert Partnerschaft zwischen Konsumenten und Bauern

Russland-Embargo zeigt: Heimischer Konsum sichert österreichische Wertschöpfung


© Jungbauern/Klemm

Familienfreundlich und mit viel Sympathie für heimische Produkte aus bäuerlicher Landwirtschaft – in dieser Stimmung feierte die österreichische Landwirtschaft gestern, Samstag, und heute, Sonntag, am Wiener Heldenplatz das 14. Erntedankfest. Die Lust aufs Land erreicht heuer eine Topmarke: Mit 340.000 Besuchern wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Mit einer feierlichen Segnung durch Dompfarrer Toni Faber und dem anschließenden Umzug von 30 aufwändig geschmückten Erntewagen ist der traditionelle Höhepunkt des zweitägigen Festes erreicht. Jungbauernobmann Stefan Kast begrüßte zum „zum größten Familienfest Österreichs“. Erntedank sei vor allem die Zeit für Dankbarkeit gegenüber all den Bäuerinnen und Bauern, die mit 700 Betrieben allein in Wien integraler Bestandteil der Stadt seien, wie Franz Windisch, Präsident der LK Wien, in seiner Begrüßung betonte.

Solidarität mit den Bäuerinnen und Bauern, die 530.000 Arbeitsplätze sichern

Die Festredner, allen voran Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, sowie Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter und Bauernbund-Präsident Jakob Auer riefen wegen der russischen Importsperren für österreichische Agrarprodukte zu Solidarität mit den Bauern auf und betonten die in Krisenzeiten existenzielle Partnerschaft zwischen Konsumenten und Bauern. Konsumenten würden gerne zum kostbaren, heimischen Lebensmittel greifen, weil jedes Produkt auch ein Stück Heimat vermittle. „Das Erntedankfest bringt die Landwirtschaft in die Stadt. Mit dem Kauf heimischer Lebensmittel kaufen wir gesunde Lebensmittel. Wir kaufen und erhalten aber auch ein Stück unserer Natur, ein Stück unserer Kulturlandschaft, ein Stück Lebensqualität!“ wies Bauernbund-Präsident Jakob Auer auf rund 180.000 Bauernhöfe in ganz Österreich hin, die 530.000 Arbeitsplätze sichern

Rupprechter stellt neue Initiative „Schau drauf, wo’s herkommt“ vor

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter schlägt in dieselbe Kerbe: „Der russische Importstopp stellt die Landwirtschaft und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Wir haben in Brüssel für eine Aufstockung der EU-Hilfen gekämpft, was uns auch gelungen ist. Wir brauchen aber noch weitere Maßnahmen, um die Ausfälle zu kompensieren. Ich freue mich, dass bereits viele Partner aus dem Lebensmittelhandel, der Gastronomie aber auch die Bevölkerung meinem Aufruf zum Schulterschluss gefolgt sind. Um die zahlreichen Aktivitäten zu bündeln, wollen wir unter dem Motto ‚Schau drauf, wo´s herkommt’ eine Initiative zur Bewusstseinsbildung starten. Ziel ist es die regionale Land- und Lebensmittelwirtschaft zu stärken. Die Vorzüge regionaler Lebensmittel im Hinblick auf die Qualität aber auch dem Klimaschutz steht dabei im Mittelpunkt.“

Mitterlehner sieht ÖVP als starken Partner für die Landwirtschaft

„Das Erntedankfest zeigt, wie wichtig unsere Bäuerinnen und Bauern für Österreich sind. Daher verstehen wir uns mehr denn je als starker Partner aller landwirtschaftlichen Betriebe und wollen den ländlichen Raum nachhaltig stärken und weiterentwickeln. Das ist auch im Interesse des gesamten Wirtschaftsstandorts", sagte ÖVP-Bundesparteiobmann und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der sich bei seinem Rundgang insbesondere von der Qualität und Vielfalt der heimischen Lebensmittel begeistert zeigte. "Der tagtägliche Einsatz für hochwertige Lebensmittel und unsere Kulturlandschaft kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden", so Mitterlehner. Und an die hunderttausenden Besucher und Konsumenten gerichtet: „Sie alle erkennen bei diesem großartigen Erntedankfest, was unsere Bauern und Bäuerinnen produzieren. Wir sehen hier ein Miteinander, wo der Konsument den Produzenten versteht“, betonte Mitterlehner abschließend Wert und Wertschöpfung, die mit landwirtschaftlicher Produktion in Österreich verknüpft sind.
Unter den Ehrengästen beim heutigen Festakt am Heldenplatz befanden sich Finanzminister Hans Jörg Schelling, Außenminister Sebastian Kurz, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, der neue Wissenschafts-Staatssekretär Harald Mahrer, ÖVP-Parteimanager Gernot Blümel sowie EU-Kommissar Johannes Hahn und EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger.


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