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Strasser: Bauernbund äußerst zufrieden mit Regierungsprogramm, neuem Nachhaltigkeitsressort und Elisabeth Köstinger als Bundesministerin

Stabilität und neue Einkommenschancen für die bäuerlichen Familienbetriebe, Dank an Rupprechter für seine geleistete Arbeit


(c) Bauernbund / Christian Müller

Über die heute vorgestellte Einigung zwischen der Volkspartei und der FPÖ samt Regierungsprogramm und Regierungsteam zeigt sich der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Abg. z. NR DI Georg Strasser, hocherfreut: "Es ist uns gelungen, wichtige und weit über unsere bäuerlichen Anliegen hinaus bedeutsame Themen etwa im Energiebereich im Regierungsübereinkommen zu verankern. Das neue Regierungsprogramm steht für Entlastung, Entbürokratisierung und Innovation. Genau einen solchen Maßnahmenmix braucht die Bevölkerung vor allem im ländlichen Raum, beginnend von den Bäuerinnen und Bauern bis hin zu den Gewerbetreibenden, damit Arbeitsplätze abgesichert und neue geschaffen werden können." Von besonderer Bedeutung für den Bauernbund ist die Kontinuität in der Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik für unsere bäuerlichen Familienbetriebe. "Damit hat die künftige Bundesregierung den ersten Schritt für stabile Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen auf unseren Höfen vereinbart", so der Bauernbund-Präsident in einer ersten Bewertung. Im Regierungsprogramm vereinbart ist auch eine Reduktion der Sozialversicherungsträger auf maximal 5 Träger. "Die von uns beabsichtigte Zusammenführung der Sozialversicherung der Bauern mit der Sozialversicherung der Gewerbetreibenden erfordert nachhaltig finanzierte Trägerstrukturen für die kommenden Jahre. Wir freuen uns, dass dies im Bereich der bäuerlichen Krankenversicherung nunmehr sichergestellt wird. Denn damit sind die Voraussetzungen erfüllt, um mit konstruktiven Verhandlungen für eine Fusion der beiden Träger starten zu können", so Bauernbunddirektor Mag. Norbert Totschnig.

Elisabeth Köstinger erhält Schlüsselressort für Themen des ländlichen Raums

Als neue Bundesministerin für die Bereiche Land- u. Forstwirtschaft, Umwelt, Energie und Tourismus wurde die Kärntnerin Elisabeth Köstinger präsentiert, ihres Zeichens u.a. Vizepräsidentin des Bauernbundes. "Elisabeth Köstinger hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit für die bäuerlichen Familienbetriebe auf EU-Ebene geleistet. Wir sind beeindruckt über ihre Leistung insbesondere in den vergangenen Monaten als Generalsekretärin der Volkspartei und als Mitglied der Steuerungsgruppe in den Regierungsverhandlungen. Das neu geschaffene Schlüsselressort für Nachhaltigkeit und Tourismus ermöglicht, bislang nicht gekannte neue Synergien bei der Umsetzung der Klima- und Energiestrategie zu heben, sowie zusätzliche Einkommenschancen durch eine verstärkte Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Tourismus. Hier hat Köstinger einen sensationellen Verhandlungserfolg erzielt, der uns neue Perspektiven in unserer Arbeit für den ländlichen Raum eröffnet. Wir wollen diese einzigartige Chance mit einer intensiven und partnerschaftlichen Zusammenarbeit so mit unseren Kolleginnen und Kollegen vom Wirtschaftsbund begleiten, wie wir das bereits im Sommer angekündigt haben", meint Strasser über die künftige Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Wirtschaft.

Dank an Andrä Rupprechter für die bisher geleistete Arbeit

Der bisherige Bundesminister für Umwelt- und Landwirtschaft, DI Andrä Rupprechter wird der neuen Regierung nicht mehr angehören. Strasser und Totschnig zollen dem Tiroler für seine fast 5-jährige Tätigkeit höchsten Respekt: "Rupprechter hat in den vergangenen vier Jahren viele Herausforderungen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft, aber auch im Bereich der Umwelt ausgezeichnet bewältigt. Sein Masterplan für den ländlichen Raum bringt viele Ideen und Ansätze, die im aktuellen Regierungsprogramm festgeschrieben sind. Andrä Rupprechters hervorragendes Vorzugsstimmenergebnis in Tirol beweist seine Beliebtheit in seiner Heimat Tirol. Es gebührt ihm für seinen jahrelangen Einsatz für die bäuerlichen Familienbetriebe unser aufrichtigster Dank", so Bauernbundpräsident Strasser und Bauernbunddirektor Totschnig abschließend.