< Strasser: „Mit Sebastian Kurz wird die Mittelschicht gestärkt“

Strasser fordert mehr Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit der Bauern

Heimische Familienbetriebe unterstützen, anstatt das Geld ins Ausland pumpen


Hermann Schultes, Max Hiegelsberger, Elisabeth Köstinger, Andrä Rupprechter, Georg Strasser

(Ried, 08. September 2017) – „Morgen noch Bauer sein – wenn man uns lässt“. Beim politischen Herbstauftakt auf der Rieder Messe läutete Bauernbund-Präsident Georg Strasser den Wahlkampf des Bauernbundes ein. Bei der Pressekonferenz forderte Strasser mehr Respekt und Anerkennung für die Arbeit der bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich. „Wir produzieren tagtäglich hochwertige Lebensmittel und Produkte für die Gesellschaft. Ohne uns Bauern würde in diesem Land nichts funktionieren und vor allem gäbe es kein Essen. Diese Leistung verdient Anerkennung. Das haben wir uns verdient“, sagt Abg. z. NR Bauernbund-Präsident Georg Strasser. 

Um eine flächendeckende, kreislauforientierte Land- und Forstwirtschaft in Österreich zu garantieren, braucht es die Unterstützung der Politik, deswegen müssen bürokratische Hürden abgebaut und das Förderwesen vereinfacht werden. „Mit Sebastian Kurz an der Spitze haben wir einen starken Verbündeten an der Seite der heimischen Bäuerinnen und Bauern sowie der gesamten Bevölkerung im ländlichen Raum. In seinem Wahlprogramm bekräftigte er erneut seine klare Position zum Eigentumsschutz“, so Strasser. 

Wir liefern das, was Österreich täglich braucht – wenn man uns auch lässt

Damit die heimischen Bauern Lebensmittel, Energie, Kulturlandschaft, Erholungs-, Lebens- und Wirtschaftsraum liefern können, muss man sie wirtschaften lassen, erklärte Strasser. „Lasst uns arbeiten, denn wir wissen was wir tun, wir machen es bereits seit Jahrhunderten“, so der Bauernbund-Präsident. 

In ihrer täglichen Arbeit haben die heimischen Familienbetriebe mit zahlreichen Hürden zu kämpfen. Als Beispiel nannte Strasser etwa die Probleme bei der Errichtung von neuen Ställen. So werden immer wieder Betriebserweiterungen verhindert, weil die Menschen zu wenig von der Landwirtschaft wissen: „Deswegen müssen wir hier den Dialog suchen und unsere Produktionsmethoden besser erklären, damit am Ende nicht die Konsumenten die Leidtragenden sind. Denn wenn wir keine Lebensmittel produzieren können, bleiben die Regale in den Supermärkten leer“, gibt Strasser zu bedenken.

Wer Biogas abdreht, dreht Atomstrom auf

Für die heimischen Bauern liegt gerade im Bereich erneuerbare Energien ein großes Potenzial: „Ich möchte, dass die Wertschöpfung im Land bleibt, deswegen müssen wir erneuerbare Energien wie Biogas oder Biomasse fördern“, erklärt der Bauernbund-Präsident.

Es ist die Aufgabe der Politik den Betreibern von erneuerbaren Energie-Anlagen den Rücken zu stärken, damit sie nicht um jeden Cent Förderung bitten und betteln müssen. „Wenn wir die heimischen Anlage-Betreiber nicht unterstützen und stärken, muss uns klar sein, dass wir auf Atomstrom, Gas und Öl aus dem Ausland zurückgreifen müssen. Dann fließt unser Geld in die Arabischen Emirate oder nach Russland und die Wertschöpfung bleibt nicht im eigenen Land“, so Strasser.