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„Tag des Apfels“ zeigt auf, dass Ernteschutzversicherung wichtig ist

Obstbauern informierten Bauernbundspitze über dramatischen Ernterückgang


Hoher Apfelbesuch (v.l.) Purkarthofer, Gsöls, Auer, Lisa I., Abentung, Greimel

Die Minuszahlen bei der Apfelernte lassen die Alarmglocken schrillen: 48.000 Tonnen Äpfel wurden heuer österreichweit geerntet, -78% gegenüber 2015, gerechnet auf ganz Österreich. Damit beträgt die heurige Ernte gerade einmal ein Viertel einer Normalernte. Besonders übel betroffen ist die Steiermark mit einem Minus von 87%, Niederösterreich wird um 46% weniger ernten, das Burgenland um etwa 60% weniger. Einzig Oberösterreich ist weitgehend vom Wintereinbruch Ende April verschont geblieben. Tonnen von Äpfeln sind heuer dem Frost zum Opfer gefallen. Aber nicht nur Äpfel sind von den Frostschäden bis zum Totalausfall betroffen – dasselbe gilt auch für Birne, Marille, Pfirsich, die als Erwerbsobstanlagen erfasst werden.

„Umso wichtiger war die rasche Hilfe für die betroffenen Bauern, die wir aus dem Katastrophenfonds gewähren konnten. Aber auch die neue Möglichkeit einer erweiterten Ernteschutzversicherung, die heuer beschlossen wurde. Die Bauern wissen, dass es mehr eine Anerkennung als eine volle Entschädigung war. Trotzdem ist es ein politisches Zeichen der Solidarität und als solches wurde es auch verstanden“, so Bauernbund-Präsident Jakob Auer zum heutigen Apfeltag. „Dieser Tag des Apfel steht heuer im Zeichen der dramatischen Ernteeinbußen. Die Packstellen sind bereits verwaist, weil die heurige Apfelernte schon abgearbeitet ist.“ Trotzdem ist die Branche zukunftsorientiert: „Annährend 40% der Produktion werden in biologischer Produktionsweise geführt, aber wir können noch ökologischer werden“, so Rupert Gsöls, Verbandsobmann der Erwerbsobstbauern. Heute ist also Tag des Apfels. Alljährlich am zweiten Freitag im November steht Österreichs beliebteste Powerfrucht im Mittelpunkt. Anlassbedingt überbrachte die regierende Apfelprinzessin Lisa I. einen prall gefüllten Korb des köstlichen Obstes in das Büro des Österreichischen Bauernbundes. Begleitet von Rupert Gsöls, Verbandsobmann der Steirischen Erwerbsobstbauern, Karl Purkarthofer, Vize der Obstgemeinschaft Steiermark (OGS), Bernhard Ramminger von der OPST sowie DI Johann Greimel, Geschäftsführer des Bundes-Obstbauverbandes wurde ein Korb der heurigen Ernte an die Bauernbundspitze Präsident Jakob Auer und Direktor Johannes Abentung übergeben.