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Franz Eßl: Österreich ist vorbildhaft unterwegs

ÖVP-Tierschutzsprecher zum Tierschutzbericht 2019 im Gesundheitsausschuss


(Wien, 3. März 2020) „Österreich ist im Bereich Tierschutz im europäischen Vergleich vorbildhaft unterwegs, auch was Vorschriften über Haltungsbedingungen und Kontrollen von Tiertransporten betrifft“, sagte heute, Dienstag, der ÖVP-Tierschutzsprecher Abg.z.NR Franz Eßl anlässlich der Debatte zum Tierschutzbericht 2019 im Gesundheitsausschuss. Was die Diskussion über Missstände bei Schlachttiertransporten in Drittländer betrifft, erneuerte Eßl seine Forderung nach einem Verbot. „Schlachttiertransporte in den Libanon sind nicht notwendig“, so Eßl. 

Laut Tierschutzgesetz muss alle zwei Jahre dem Nationalrat ein umfassender Bericht vorgelegt werden. „Damit haben wir laufend Daten und Fakten bei der Hand, die uns zeigen, dass das Wohl der Tiere in unserem Land einen sehr hohen Stellenwert hat“, erinnert Eßl auch an die umfangreiche Tierschutzgesetznovelle 2017 und die im Juni 2018 erlassene Tierschutz-Sonderhaltungsverordnung. Diese Verordnungen haben u.a. Verbesserungen beim Anbieten von Tieren im Internet, bei Streunerkatzen, beim Schwanzkupieren von Schweinen aber auch beim Tiertransport nach Südosteuropa gebracht.

„Für alle Tierhalter muss das Wohl der Tiere an oberster Stelle stehen. Gerade  die Bäuerinnen und Bauern nehmen ihre hohe Verantwortung sehr ernst, denn nur gesunde Tiere bieten eine solide Basis für ihr Wirtschaften am bäuerlichen Hof. Und nur sie sichern der Bevölkerung  hohe heimische Lebensmittelqualität“, betont Franz Eßl. Was die Kontrollen in der Tierhaltung betrifft, hat sich auch in den Jahren 2017 und 2018 gezeigt, dass die landwirtschaftlichen Betriebe die Rechtsvorschriften einhalten. Ob bei Legehennen, Kälber, Schweine, Rinder oder Schafe die Quote ohne Beanstandung liegt bei allen weit über 90 Prozent und hat sich im Jahr 2018 sogar noch verbessert. 

Gesetze werden eingehalten
Bei 116.028 kontrollierten Transportmitteln im Jahr 2018 gab es 1080 Beanstandungen, bei denen zumindest eine Zuwiderhandlung nach dem Tiertransportgesetz festgestellt wurde. Der überwiegende Teil der Beanstandungen betrifft ein Fehler bei Dokumenten, bei 76 Fällen sind Tiere negativ betroffen und bei nur 28 Fällen gab es einen Mangel bei Fütterung oder Beförderungsdauer.  „Die heimischen Transportunternehmen halten sich nahezu lückenlos an die gesetzlichen Bestimmungen. Was die Haltungs- und Transportbedingungen betrifft, steht das Wohl der Tiere im Vordergrund“, dankt Eßl allen, die ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein zeigen. 

In Österreich gelten sehr hohe Standards in der Tierhaltung, im Tiertransport aber auch in der Verarbeitung. „Das führt zu höheren Investitions- und Betriebskosten, die aber nicht automatisch abgegolten werden“, appelliert Eßl daher abschließend an die Konsumentinnen und Konsumenten: „Wer es mit artgerechter Tierhaltung wirklich ernst meint, muss unsere regionalen bäuerlichen Produkte kaufen.“