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Franz Eßl: Wolfsattacken in Salzburg ein Ende setzen


(c) privat

Zwei Jungrinder dürften allein im September zwischen dem Großarltal und dem Gasteinertal von einem Wolf attackiert und getötet worden sein. „Es sind schreckliche Bilder, die uns da erreichen. Wir dürfen nicht länger zuschauen, sondern müssen handeln“, pocht der Salzburger ÖVP-Abgeordnete Franz Eßl auf eine endgültige DNA-Klärung und den Abschuss des Wolfes.

Anfang September wurde auf der Tofneralm ein totes und stark angebissenes Jungrind, das zwischen 250 und 300 Kilo schwer war, entdeckt. Einige Tage später wurde eine Kalbin beim Gamskarkogel gefunden, die wahrscheinlich vom Wolf in den Tod gehetzt wurde. Auch im Juli wurden 24 Schafe nachweislich von einem Wolf auch auf der Tofneralm getötet. Zehn Schafe dieser Herde werden noch vermisst.

„Wie viele Tiere müssen noch auf grausame Art und Weise umkommen, bis sich endlich die Vernunft durchsetzt, die klar besagt, dass der Wolf in den Salzburger Bergen und Almen nichts verloren hat“, trommelt Franz Eßl seit langem für einen restriktiveren Kurs in der Wolfsdebatte. Als ÖVP-Tierschutzsprecher ist es ihm ein Anliegen, dass „es unseren Nutztieren, die auf den Wiesen weiden, gut geht.“

Alm- und Weidewirtschaft in Gefahr

In Europa ist der Wolf mit rund 30.000 Stück keineswegs vom Aussterben bedroht. „Aber die Ausbreitung des Wolfes im Alpenraum gefährdet die heimische und traditionelle Alm- und Weidewirtschaft“. Für Eßl ist daher die Beurteilung bzw. Definition eines „günstigen Erhaltungszustandes“ für ganz Europa als eine Einheit dringend notwendig. „Wenn wir auch in Zukunft eine Weidewirtschaft, wie wir sie in Salzburg betreiben, wollen, dann braucht es wolfsfreie Zonen. Und Salzburg ist so eine“, betont Eßl. 

Im Bundesland Salzburg sind jährlich rund 100.000 Rinder, 35.000 Schafe und Ziegen und 5.000 Pferde auf der Weide beziehungsweise auf Almgrundstücken. „Wir dürfen diese nicht länger dem Wolf als günstige Mahlzeit zum Fraß ausliefern“, fordert Eßl.