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Gahr: Entgeltfortzahlung für Freiwillige gesichert

Faire Lösung für alle Beteiligten gefunden


(c) Privat

Freiwilligen Arbeit vereint unser Land. Fast 50 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren engagieren sich in ihrer Freizeit freiwillig. Drei Millionen Bürgerinnen und Bürger leisten so einen unverzichtbaren Beitrag für die Allgemeinheit.

„Vor allem im ländlichen Raum gehört das Engagement bei Feuerwehr, Rot Kreuz oder Bergrettung schon fast zum guten Ton. Ohne die Freiwilligen könnten weder Naturkatastrophen noch diverse Veranstaltungen am Land bewältigen oder durchgeführt werden. Ist irgendwo Not am Mann, gibt es immer Freiwillige, die zur Hilfe eilen. Alleine wenn ich an das Hochwasser und die Überschwemmungen in meiner Heimatgemeinde Terfens im Juni denke. Hier möchte ich mich nochmal herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die landesweit im Einsatz standen“, sagt der Tiroler ÖVP-Abgeordnete Hermann Gahr.

Im Nationalrat wurde nun eine Entgeltfortzahlung für Freiwillige, die sich bei Großeinsätzen engagieren beschlossen. Ab 1. September 2019 bekommen nun Arbeitgeber in der Privatwirtschaft eine Ersatzprämie von 200 Euro pro Tag. Voraussetzung dafür ist, dass sie ihre Mitarbeiter, die sich freiwillig engagieren, freistellen und weiterhin bezahlen. Dies gilt jedoch nur bei Großschadereignisse, das bedeutet 100 Helfer müssen mindestens acht Stunden lang im Einsatz sein. Die Mittel hierfür kommen aus dem Katastrophenfond, die Mehrkosten die den Ländern dadurch entstehen, werden vom Bund übernommen.
„Hier wurde eine faire Lösung für alle Beteiligten gefunden. Mit der genauen Definition von einem Großschadereignis gibt es nun eine rechtliche Sicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, sagt Gahr.

Grundlage für dieses Gesetz ist ein Konzept des Bundesfeuerwehrverbandes, das künftig für alle Einsatzorganisationen zur Anwendung kommt. „Mit dieser Änderung wird das Ehrenamt gestärkt und der Zusammenhalt gestärkt“, so der Tiroler abschließend.