< Gahr heimisch kaufen schützt unser Klima

Gahr fordert Vorzug für heimisches Fett, statt Palmöl

Das günstige Fett ist gesundheitsschädlich und befeuert den Klimawandel


(c) Sabine Klimpt

Von Keksen über Tomatensuppe bis hin zu Sonnencreme: Palmöl findet man in zahlreichen Produkten. Doch die deutsche Verbraucherzentrale warnt nun, dass das billige Fett gesundheitsschädlich ist. Bei der Verarbeitung können Schadstoffe entstehen, schreibt der „Stern“. „Palmöl ist nicht nur ein wahrer Klimakiller, sondern auch schlecht für unsere Gesundheit. Alles gute Gründe, das günstige Fett aus unserem Speiseplan zu verbannen“, sagt ÖVP-Abgeordneter Hermann Gahr.


Palmöl enthält gesättigte Fettsäuren, die im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen. Experten von der deutschen Verbraucherzentrale sehen vor allem die Verarbeitung, die Raffination des Fettes, kritisch. Hier bilden sich Schadstoffe, wie 3-MCPD und Glycidol. In keinem anderen Fett ist die Konzentration höher als in Palmöl. „Für die eigenen Gesundheit sollte man beim Einkauf auch das Kleingedruckte lesen und auf Palmöl verzichten. Oft wird leider das Wort Palmöl vermieden und pflanzliche Fette angegeben, in Klammer steht dann das Wort Palm. So wird getrickst, um auf den ersten Blick das Wort Palmöl zu vermeiden. Deswegen forderte ich, dass Palmöl-Produkte klar und deutlich gekennzeichnet werden müssen. Es kann nicht sein, dass Kunden mit der Lupe durch den Supermarkt rennen müssen, um die Inhaltsstoffe zu erfahren“, so Gahr.


Palmöl hat schleichend heimisches Fett ersetzt. Doch langsam erfolgt eine Trendumkehr. Wurde im Jahr 2010 noch 53.698 Tonnen Palmöl nach Österreich importiert, waren es im Jahr 2014 nur noch 43.088 Tonnen. Viele Lebensmittelproduzenten und Hersteller verzichten bereits auf Palmöl und verwenden andere pflanzliche oder tierische Fette. „Ich möchte mich bei allen Herstellen und Produzenten bedanken, die bereits auf Palmöl verzichten. Heimisches Fett ist gesünder und hat kürzere Transportwege. In Europa und Österreich stehen ausgezeichnete pflanzliche Alternativen wie Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Leinöl sowie tierische Fette zur Verfügung. Man muss nicht in die Ferne schweifen, wenn die besseren Lösungen vor der Haustüre sind“, bekräftigt der Tiroler.


„Gerade wenn man an den Klimawandelt denkt, werden wir auch bei der Ernährung umdenken müssen. Für Palmöl wird der Regenwald gerodet und seltene Tierarten verlieren ihren Lebensraum. Das Pflanzenfett ist vermeintlich billig, doch die Umwelt, die Tiere und am Ende zahlen auch die Menschen den Preis dafür“, so Gahr abschließend.