< Gahr fordert nachvollziehbare und ehrliche Herkunftskennzeichnung

Gahr: Kleinstrukturierte Landwirtschaft ist als Klimaschützer unverzichtbar


(c) Tanja Cammerlander

(Wien/Innsbruck, 29. November 2019) Im Rahmen des 4. globalen Klimastreiks gehen heute, Freitag, wieder Tausende Teilnehmer in ganz Österreich auf die Straße und demonstrieren für den Klimaschutz. Der Tiroler Nationalrat Hermann Gahr begrüßt es, dass sich vor allem Jugendliche mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigen und appelliert in diesem Zusammenhang, besonders das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen: „Es ist sehr positiv, dass sich immer mehr Menschen mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigen, es wäre aber auch wichtig das eigene Verhalten danach auszurichten. In erster Linie bedeutet das, regionale und saisonale Produkte zu kaufen. Der Griff zu heimisch produzierten Lebensmitteln ist nachhaltiger. Wer heimisch kauft, leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und unterstützt die heimische kleinstrukturierte Landwirtschaft.“


In diesem Zusammenhang stellt Gahr kritisch fest, dass die heimische Landwirtschaft immer wieder als „Klimakiller an den Pranger“ gestellt wird. „Pauschale Verurteilungen ohne eindeutige Differenzierung zur globalen Lebensmittelindustrie rücken unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft, die vorrangig von bäuerlichen Familienbetrieben betrieben wird, in ein schlechtes Licht. Das haben sich unsere fleißigen Bäuerinnen und Bauern nicht verdient. Sie leisten nämlich einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz“, betont Gahr.


Im Vergleich mit anderen Branchen und Ländern sind die heimischen Landwirte Spitzenreiter im Thema Umwelt- und Klimaschutz. Dazu zählen viele Maßnahmen, wie umweltgerechte und nachhaltige Wirtschaftsweise, Förderung regionaler Vermarktung und Erzeugung von Bioenergie. „Die heimischen Landwirte sind und waren schon immer verlässliche Klimaschützer, da war dieses Thema noch für viele Menschen ein Fremdwort. Neben der Herstellung von gesunden Nahrungsmitteln mit geringen Transportwegen, produzieren viele Landwirte nachhaltige Energie etwa mit Biomasse-, Wasserkraft- oder Photovoltaikanlagen“, bekräftigt der Forum-Land-Obmann.


Österreich ist Klima-Pionier bei erneuerbaren Energien

Eine Forderung der „Fridays For Future“-Bewegung ist unter anderem der rasche Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, wie Öl, Kohle und Gas. „Diese Forderungen sind international gesehen natürlich berechtigt, doch wenn man Österreich betrachtet sind wir hier Klima-Pioniere. 70 Prozent unseres Stroms beziehen wir bereits jetzt aus erneuerbaren Energien, bis 2030 sollen es 100 Prozent sein. Österreich ist eines der wenigen Länder, die ohne Atomkraftwerke auskommen und die türkis-blaue-Regierung hat erst dieses Jahr das letzte Kohlekraftwerk in Dürnrohr in Niederösterreich geschlossen. Ich glaube, diese Bilanz kann sich sehen lassen. Nicht zu vergessen ist, dass erst kürzlich ein Erneuerbaren-Energie-Paket mit 540 Millionen Euro im Nationalrat beschlossen wurde. Österreich hat hier seine Hausaufgaben gemacht, dass muss man auch einmal lobend erwähnen. Klimaschutz ist eine besondere und wichtige Aufgabe und jeder kann hier einen Teil dazu beitragen“, so Gahr abschließend.