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Gahr: Ökostrom-Paket ist wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel

Ab 2030 soll Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien generiert werden


(c) privat

„Mit diesem einstimmigen Beschluss im Parlament setzen wir ein wichtiges Zeichen gegen den Klimawandel. Um Österreich bis 2045 CO2 neutral zu machen, müssen wir alle Kraft in den Ausbau von erneuerbaren Energien setzen. Österreich ist in dieser Hinsicht Vorreiter. 80 Prozent unseres Energiebedarfs wird bereits jetzt aus erneuerbaren Energien erzeugt und wir haben weder Atom- noch Kohlekraftwerke in Betrieb, das ist einzigartig“, sagt der ÖVP-Abgeordnete und Obmann der Bioenergie-Tirol Hermann Gahr.

Das Erneuerbaren-Paket beinhaltet die Förderung von Photovoltaik, jeweils 36 Millionen Euro für die Jahre 2020, 2021 und 2022. Zusätzlich wird die Warteschlange bei Windkraft komplett abgebaut, durch Umstellung der Kontingentberechnung sowie durch das Vorziehen des regulären Kontingents von 2021 auf 2020 können alle bereits genehmigten Projekte gebaut werden. Ein wesentlicher Punkt ist auch die Biomasse, alle Parteien einigten sich auf eine Gewährung von Nachfolgetarifen für auslaufende Anlagen, ebenso bei Biogas gibt es eine Übergangslösung für die Anlagen.

„Für mich als Obmann der Bioenergie-Tirol ist es wesentlich, dass der Biomasse aus dem heimischen Wald ein hoher Stellenwert zugerechnet wird. Gerade im Hinblick auf die enormen Schadholzmengen, die es derzeit am österreichischen Markt gibt, ist die Sicherung der Nachfolgetarife für die Biomasse-Anlagen essenziell“, so Gahr.

Die mittlere Wasserkraft wird mit einer Mittelerhöhung um 30 Millionen Euro gefördert und bei der Kleinwasserkraft wird die Warteschlange durch Umstellung der Kontingentberechnung komplett abgebaut. Diese Lösung kann sich wirklich sehen lassen und wir kommen unserem Ziel, ab 2030 Strom komplett aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, ein wesentliches Stück näher. In Tirol ist das bereits Realität und dient somit als Vorbild für ganz Österreich“, betont Gahr abschließend.