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Gahr/Hechenberger zur Mautbefreiung bis Kufstein-Süd: „Wichtiger Schritt zur Entlastung der regionalen Bevölkerung“

Jahrelange Forderung wird mit ÖVP-Antrag nun umgesetzt


(c) Silvia Leitner

(Wien, 13. November 2019) Endlich hat der Vignettenspuk in Kufstein ein Ende. Im heutigen Plenum wurde der ÖVP-Antrag für eine Mautbefreiung von insgesamt fünf Autobahnstrecken in Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg mehrheitlich beschlossen.  „Jahrelang wurde über eine Ausnahmeregelung für die A12 Inntalautobahn zwischen der Staatsgrenze und der Anschlussstelle Kufstein-Süd diskutiert und verhandelt, nun konnten wir endlich den Durchbruch schaffen und die Vignettenbefreiung beschließen“, zeigt sich Hermann Gahr, Sprecher der Tiroler VP-Abgeordneten und Antragssteller nach dem Beschluss im Plenum erleichtert.

Bereits seit Jahren begleitet die Kufsteiner Bevölkerung diese Problematik. „Für den Abschnitt zwischen der Grenze bei Kiefersfelden (Deutschland) und Kufstein-Süd, gab es 16 Jahre lang, bis Ende November 2013, eine Sonderregelung. Durch diese Ausnahme konnte man von Deutschland aus über die Autobahn nach Kufstein fahren, ohne eine Vignette zu kaufen. Mit 1. Dezember 2013 endete diese Regelung und so begann die muntere Mautflucht. Bereits ab der Staatsgrenze fahren nun viele Tagesgäste, die unsere Ski- und Wandergebebiete in die Kitzbühler-Alpen sowie die Ferienregion Wilder Kaiser besuchen wollen, von der Autobahn ab und nutzen die mautfreie Bundesstraße“, erklärt Gahr in seiner Rede im Plenum.

Von Jahr zu Jahr wurde das Problem großer und die Staus und Blechlawinen, die sich durch die Dörfer und die Stadt Kufstein schlängeln, wurden länger. „Für die Bevölkerung eine unerträgliche Situation. Speziell an den Wochenenden verwandelte sich das Stadtgebiet und Umgebung von Kufstein in einen Megastau. Lärm, Abgase und natürlich gefährliche Situationen mit Unfällen belasten seitdem die Bewohner“, führt Josef Hechenberger, VP-Abgeordneter aus dem Tiroler Unterland und LK-Tirol-Präsident, die Problematik weiter aus.  

„Es gibt keine andere Region in Österreich, die derart von der Mautflucht und der damit einhergehenden Belastung für Mensch und Natur betroffen ist. Mit dem heutigen Beschluss hat dies nun ein Ende. Schlagartig wird sich die Lebensqualität der regionalen Bevölkerung verbessern und wir haben endlich eine praktikable Lösung für das Verkehrsproblem gefunden“, so Hechenberger weiter. 

ÖVP hält Versprechen ein
Gahr und Hechenberger zeigen sich nach der Abstimmung im Plenum enttäuscht über das Verhalten der SPÖ: „Jahrelang gab es vonseiten der SPÖ Versprechungen, Zusagen und sogar eigene Anträge im Nationalrat. Alle beteuerten die Notwendigkeit einer Mautbefreiung, für diesen sechs Kilometer langen Streckenabschnitt auf der Inntalautobahn. Noch vor der Wahl sprachen sich SP-Vertreter für eine rasche Lösung aus. Doch nach der Wahl waren diese Zusagen ganz schnell vergessen. Das ist mehr als traurig.“
Die ÖVP hielt ihr Versprechen und stimmte für die Entlastung der regionalen Bevölkerung. „Dies ist ein wichtiger Beschluss für die Regionen, für den Tourismus und für die Bewohner“, so Gahr abschließend.