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Lindinger: Pflegegeldbezieher erhalten ab 1. Jänner mehr Geld

Auch Bonussystem für freiwillige Helfer im Katastrophenfall kommt


(c) Photo Simonis

Das Thema „Pflege“ hat heute, Dienstag, auch den Finanzausschuss beschäftigt. In einem Allparteien-Abänderungsantrag wurde neben einer Erhöhung ab kommendem Jahr für alle Pflegestufen auch eine laufende Valorisierung des Pflegegeldes mit dem Wert des Pensionsanpassungsfaktors beschlossen. „Wir setzen damit ein großartiges Zeichen der Geschlossenheit, wenn es darum geht, pflege-bedürftigen Menschen zumindest in finanzieller Hinsicht eine adäquate Unterstützung zukommen zu lassen“, zeigt sich der oberösterreichische Abgeordnete Klaus Lindinger über den Beschluss im Finanzausschuss erfreut.

461.000 Menschen beziehen in Österreich Pflegegeld. Schon länger fordern Senioren- und Behindertenvertretern aber auch pflegende Angehörige eine Anpassung des Pflege-geldes, um Kaufkraftverluste auszugleichen, die in den vergangenen Jahren durch die Nichtanpassung entstanden sind. „Nun konnte eine Einigung mit allen im Parlament vertretenen Parteien gefunden werden“, warnt Lindinger aber vor budgetären Mehrbelastungen. „Wir brauchen nachhaltige Lösungen, die den Bereich „Pflege und Betreuung“ auch für kommende Generationen absichern“, erwartet Lindinger, dass sich alle Fraktionen in den Diskussionsprozess einbringen, um auch die Finanzierungsfrage gemeinsam zu lösen. „Es muss gelingen, das Pflegesystem auf gesunde Beine zu stellen und gleichzeitig die Null-Schuldenpolitik nicht zu verlassen“, betont Lindinger.

ÖVP-Antrag stärkt Ehrenamt
Auch für ehrenamtliche Helfer von Einsatzorganisationen konnte für ihre Mitarbeit im Katastrophenfall eine konsensuale Lösung gefunden werden. In einem Abänderungs-antrag soll kommende Woche im Nationalrat beschlossen werden, dass Unternehmer in der Privatwirtschaft ihre Mitarbeiter für freiwillige Arbeit bei einem Großschaden-ereignis freistellen können und diese ihre Entgeltfortzahlung weiterhin erhalten. Der Unternehmer erhält pro Tag und Mitarbeiter dafür 200 Euro rückvergütet.

„Damit stärken wir das Ehrenamt und unterstützen die Einsatzorganisationen, die im Katastrophenfall auf die Hilfe durch Freiwillige angewiesen sind“,  betont Lindinger. Rund drei Millionen Menschen sind in Österreich ehrenamtlich tätig. „Ohne sie wäre Katastrophenschutz nicht machbar.“