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Lindinger: Wir brauchen Optimismus und keine neuen Steuern!

ÖVP-Abgeordneter nutzt Dringliche im Nationalrat für Appell an Landwirte


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(Wien, 20. Jänner 2021) Die Regierung tut alles, um die Folgen der Krise abzufedern und unterstützt Betriebe wie Bevölkerung mit gezielten Programmen, um letztendlich stärker wieder aus dieser Krise herauszukommen. Umso unverständlicher ist es für Abgeordneten Klaus Lindinger im Rahmen seiner Plenarrede zum Dringlichen Antrag der Neos, dass die Neos auf die Idee kommen, neue Steuererhöhungen einzufordern. „Wie wird die Wirtschaft darauf reagieren? Wir brauchen Optimismus und keine neue Steuern! Wir wollen Betriebe nicht dafür strafen, weil sie Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen. Mit uns wird es keine höheren Steuern geben“, so Lindinger. 

Im Bereich Gastronomie und Tourismus, der besonders hart von der Krise betroffen ist, wurden rasch und unbürokratisch Hilfspakete geschnürt, die auch bei den Betroffenen ankommen. Neben dem Härtefallfonds sind das auch Umsatzersatz und Überbrückungshilfen und vieles mehr. „Diese Pakete greifen. Die Menschen kommen schnell zu ihrem Geld. Wer das nicht glaubt, sollte sich mit Verantwortlichen in Italien, der Schweiz oder Deutschland unterhalten. Die beneiden uns um diese Maßnahmen“, sieht Lindinger darin auch ein wichtiges Zeichen für die Wertschätzung der Betriebe und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Land.

 

Es braucht Nachschärfungen im bäuerlichen Bereich
Aber auch die Land- und Forstwirtschaft ist von der Krise hart getroffen. „Landwirtschaft ist Wirtschaften am Land. Unsere familiengeführten Höfe leben nicht von Idylle, Luft und Liebe sondern sind selbstständige Betriebe, die auch an dieser Krise zu kämpfen haben“, erinnert Lindinger an die zahlreichen Entlastungspakete für die Landwirtschaft im Steuer- und Sozialversicherungsbereich, die bereits vorzeitig umgesetzt wurden. Aber er erinnert auch an die Investitionsprämie, bei der allein im landwirtschaftlichen Bereich bereits 12.000 Anträge mit einem Volumen von rund 230 Mio. Euro genehmigt wurden.

Dennoch braucht es für Lindinger noch dringend Nachschärfungen vor allem bei pauschalierten Betrieben, die direkt oder indirekt an Gastronomie oder Tourismus liefern. Bei Direktzulieferern ist zum Teil bis zu 100 Prozent der Absatz weggebrochen. Weiters braucht es Unterstützung für die indirekt  Betroffenen, vor allem Veredelungsbetriebe, die an den Großhandel oder die Verarbeitungsindustrie liefern. „Hier liegt der Schaden bereits bei über 70 Millionen Euro. Diese Branchen brauchen dringend Unterstützung“, so Lindinger.

„Der Bauernbund ist der Garant für die Interessen der Bäuerinnen und Bauern und der Grundeigentümer in diesem Land“, nutzte Lindinger seine Rede im Nationalrat, um Werbung zur Teilnahme an der Landwirtschaftskammerwahl in Oberösterreich zu machen. „Wir denken nicht in Monaten oder Jahren sondern in Generationen“, ergänzt Lindinger, dass bei der Bauernbund-Liste für die Wahl am Sonntag unter den ersten 40 Kandidaten 11 Jungbäuerinnen und Jungbauern zu finden sind.