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Strasser: Kläranlage in Nöchling ist bestes Beispiel für eine innovative Lösung zur Nutzung alternativer Energien


(c) Bauernbund

Von der Toilette in die Steckdose: Die Kläranlage in Nöchling feiert am 29. September ihr einjähriges Bestehen, aus diesem Grund besuchte ÖVP-Landwirtschaftssprecher und Spitzenkandidat bei der NRW 2019 im Mostviertel die Anlage in seinem Heimatort. „Damals habe ich noch als Bürgermeister für einen Neubau der Kläranlage mitgestimmt. Es war mit ein großes Anliegen, dass die veraltete Anlage, endlich den neuesten Standards entspricht“, erklärt Strasser. Doch die Kläranlage in Nöchling ist keine gewöhnliche Kläranlage, wie man sie zu genüge kennt. Nein, in dieser Anlage wird Abwasser zu Strom verarbeitet. „Hier wurden also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, sagt Strasser. „Wir nutzen unserer Abwässer, um damit erneuerbare Energie zu erzeugen. Die Kläranlage wird also mit dem Strom, dass aus dem Abwässern gewonnen wird betrieben. Umweltfreundlich und innovativ“, so der Nöchlinger weiter.

Täglich werden in der Kläranlage um die 70 Kubikmeter Wasser verarbeitet, das entspricht etwa 47 Badewannen. Im vergangenen Jahr wurden rund 39.000 Kubikmeter Abwasser in rund 14.800 Kilowattstunden Strom verarbeitet.

Auch der wirtschaftliche Gedanke, veranlasste Bauernbund-Präsident Georg Strasser damals als Bürgermeister zu der innovativen Anlage. „Diese Kläranlage ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für das Gemeindebudget. Es ist viel besser Strom aus vorhandenen Ressourcen selbst zu erzeugen, als Energie teuer zuzukaufen. Abgesehen davon ist es mehr als sinnvoll, Strom dort zu erzeugen, wo die Menschen leben, anstatt Leitungen durch das gesamte Land zu graben“, sagt Strasser.

Nöchling war mit dieser innovativen Kläranlage eine richtige Pionier-Gemeinde: „In dieser Region ist es das einzige Kraftwerk, das mit dieser Technologie arbeitet. Ich bin sehr stolz, dass wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und hoffentlich nehmen sich noch andere Gemeinden daran ein Vorbild und gehen auch in puncto Umweltschutz und Ressourcenschonung einen ähnlichen Weg wie Nöchling“, so Strasser abschließend.