< Lindinger: Mit dem Einkommen auch auskommen!

Strasser: Mehr Mittel für die Land- und Forstwirtschaft waren die richtige Maßnahme

Grüner Bericht 2020 im Landwirtschaftsausschuss: Agrarexporte stiegen um 6,8 Prozent



(Wien, 9. Februar 2021) - Zehn Jahre nominell stagnierende Einkommen zeigen, dass die Bauernfamilien unsere Unterstützung brauchen. Im Jahr 2019 blieben die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft gegenüber dem Vorjahr stabil. Sie beliefen sich im Durchschnitt auf 27.966 Euro je Betrieb. Damit konnte jedoch der Einkommensverlust von zehn Prozent gegenüber den Jahren 2016 und 2017 nicht weggemacht werden. Die Bäuerinnen und Bauern müssen mit ihren Einkommen wieder auskommen können. Sonst steht auch die Selbstversorgung der österreichischen Bevölkerung auf dem Spiel. Deshalb hat die Bundesregierung ein 400 Millionen Euro-Maßnahmenpaket geschnürt, hob heute, Dienstag, ÖVP-Landwirtschaftssprecher und Bauernbundpräsident Georg Strasser anlässlich der Sitzung des Landwirtschaftsausschusses, hervor, bei dem der Grüne Bericht auf der Tagesordnung steht. 

Diese mehr als 400 Millionen Euro standen für eine vorgezogene Steuerentlastung und ein Forstpaket zur Abmilderung von Waldschäden, Wiederaufforstungen und für Investitionen in den Klimaschutz zur Verfügung. „Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger haben damit das bislang größte Entlastungspaket seit vielen Jahren für die Land- und Forstwirtschaft vorgelegt“, so Strasser. Wie wichtig diese Maßnahme war, zeigt auch der Grüne Bericht, in dem sich vor allem die Lage für die österreichische Forstwirtschaft im Jahr 2019 besorgniserregend darstellt. Aufgrund des Klimawandels ist es zu neuen Schadholzrekorden und damit verbundenen Preisrückgängen gekommen. 

Strasser hob zudem den Verlustersatz für die Landwirtschaft hervor, der für stark betroffene Betriebe in der Landwirtschaft gerade in der Corona-Krise eine wesentliche Hilfsmaßnahme sei. „Mit diesem Modell können Einkommensverluste besonders stark betroffener Branchen, wie aktuell beispielsweise die Schweinebranche oder die Weinbauern, abgefedert werden. 60 Millionen Euro stehen für die am stärksten von der Corona-Krise betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe rasch und unbürokratisch zur Verfügung.“ 

Strasser ging auch auf die Exportsituation ein. So stiegen die Exporte laut dem Grünen Bericht um 6,8 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro, bei den Importen gab es eine Steigerung um 4,6 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. „Was die Zahlungen aus den EU-, Bundes- und Landestöpfen betrifft, ist es im Berichtsjahr 2019 zu einer Steigerung auf insgesamt 2,147 Milliarden Euro gekommen. Dies bedeutet einen Anstieg um rund 2,4 Prozent bzw. 51 Millionen im Vergleich zu 2018“, so der Mandatar abschließend. (Schluss)