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Nikolaus Prinz: Heimische Lebensmittelqualität ist nicht verhandelbar!

ÖVP lehnt Unterzeichnung des Mercosur-Abkommen in dieser Form ab


(c) Wilke

Im heutigen EU-Unterausschuss stand das Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten auf der Tagesordnung. „Billigimporte bei Lebensmittel, die weder unseren strengen heimischen Qualitätskriterien noch denen der EU entsprechen, dürfen unseren Markt nicht überschwemmen“, begründet Abgeordneter Nikolaus Prinz die ablehnende Haltung der ÖVP zur Unterzeichnung des Mercosur-Abkommen in dieser Form.

Faire Handelsabkommen sind für ein kleines Land wie Österreich durchaus wichtig. Jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich ist abhängig von der Exportwirtschaft. „Aber ungezügelter Freihandel darf nicht auf dem Rücken der heimischen Bäuerinnen und Bauern ausgetragen werden“, betont Prinz. Neben einer Bedrohung von bäuerlichen Existenzen sieht der ÖVP-Abgeordnete aber auch eine Gefahr für das Klima. „Lange Transportwege und fragwürdige Produktionsbedingungen hinterlassen nachhaltige Schäden!“ Zudem befürchtet Prinz durch einen ungezügelten Import von billigem Rindfleisch oder Zucker aus Übersee auch Auswirkungen auf die Gesundheit. „Für uns Bauern stehen Qualität und Regionalität immer im Vordergrund. Denn diese schmeckt gut, tut gut und schützt unser Klima“, so Prinz abschließend.