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Bauernbund: Familienangehörige mit Pflege-daheim-Bonus belohnen

Arbeit der pflegenden Angehörigen wertschätzen


Georg Strasser, Foto (c) Bauernbund

(Wien, 15. September 2019) Pflegende Angehörige sollen mit 1500 Euro entlastet werden, wenn sie ihre Eltern oder Schwiegereltern zuhause im Alter pflegen. „In Österreich haben wir das Glück, dass die Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft großteils von Familien geführt werden. Das heißt, mehrere Generationen wohnen und arbeiten zumeist am Hof mit“, erklärt Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser. 
 
„Dort, wo man ein Leben lang gelebt und gearbeitet hat, möchte man auch in Würde altern. Es gibt vermutlich nichts Schöneres, als am Betrieb, den man einmal geführt hat, alt zu werden und die Kinder und Enkelkinder heranwachsen zu sehen“, sagt Strasser. Familienangehörige leisten wertvolle Arbeit, oft unter Doppelbelastung durch die Arbeit am Hof oder einem anderen Beruf außerhalb des Betriebes. „Die Pflege am Bauernhof fordert die Angehörigen oft sehr heraus. Die finanzielle Wertschätzung für diese überaus wichtige Tätigkeit ist aber gering. Das soll sich jetzt ändern“, fordert Strasser die Unterstützung der öffentlichen Hand, um das gute Miteinander und die Eigenverantwortung zu stärken. Er will die Leistungen der Bäuerinnen, die Angehörige am Hof pflegen, anerkennen und abgelten. 
 
Die 24-Stunden-Betreuung soll ausgebaut werden. „Es ist dringend notwendig, eine verbesserte 24-Stunden-Betreuung sicherzustellen und wir müssen auch die mobilen Pflegeangebote stärker forcieren. Dass soll auch eine Ausgewogenheit zwischen Stadt und Land gewährleisten“, so Strasser abschließend.