< Schmiedtbauer: „Brauchen Notfallplan für Regionalpolitik“

Bauernbund: Stopp Littering – „Müll landet am Frühstückstisch unserer Kühe“

Strasser: Littering kann zu schweren Verletzungen bei Nutztieren führen


(Wien, XX. Juli 2020) Mit Littering ist das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum anstelle der vorgesehenen Abfalleimer gemeint. Gerade während der Sommermonate, wo viele Freizeitnutzer die von Bäuerinnen und Bauern gepflegte Kulturlandschaft bewandern, kommt es vermehrt zu Littering in der Natur. „Das Littering-Problem hat in den letzten Jahren zugenommen und auch die Landwirtschaft beeinträchtigt. Gerade neben stark befahrenen Straßen und neben Wanderwegen haben die Bauernfamilien mit dem Müll zu kämpfen. Der Abfall in unseren Feldern und Wiesen kann verheerende Folgen für Tiere und Umwelt haben“, macht Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser auf das Littering-Problem und die Folgen für die Tiere aufmerksam.

„Aludosen, Plastikflaschen oder Plastikverpackungen sieht man im hohen Gras schlecht. Teilweise wächst der Müll sogar in den Boden ein. Der Müll und dessen Feinteile gelangen dann durch die mechanische Ernte wie zum Beispiel beim Heuen oder beim Silieren ins Futter. Der achtlos weggeworfene Müll landet in der Natur und schlussendlich am Frühstückstisch unserer Kühe“, ärgert sich Strasser über die Achtlosigkeit vieler Freizeitnutzer. Die Folge sind gesundheitliche Probleme bei Nutztieren. „Auch bei der Weidehaltung kommt es vor, dass die Tiere spitze oder schädliche Fremdstoffe einfach mitfressen. Das kann zu inneren Verletzungen führen. Die Nutztiere erleiden Entzündungen und Schmerzen. Im Extremfall können die Tiere daran sterben, weil Fremdkörper wie beispielsweise spitze Teile von Aludosen innere Organe aufschneiden. Da gibt es erschreckende Beispiele aus Holland“, sagt Strasser.

Müllsammeln ist Mehraufwand für Bauernfamilie
Das Zusammenräumen von Abfällen ist für die Bauernfamilie ein Mehraufwand, der schlussendlich Kosten verursacht. Wer Müll in der Natur achtlos wegwirft, verursacht nicht nur Kosten fürs Einsammeln, sondern auch indirekte Kosten. „Es schaut nicht schön aus, wenn Müll in der Natur herumliegt und es kann am guten Image kratzen. Bei diesem Thema wünsche ich mir oft mehr Hausverstand der Freizeitnutzer“, so Strasser abschließend.