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Bauernbund zu Grünem Bericht: „Trendumkehr einleiten“

Einkommenssituation für bäuerliche Berufsgruppe nicht zufriedenstellend - darum hat die Bundesregierung bereits zu Beginn des Jahres Maßnahmen gesetzt


(c) Monihard

(Wien, 9. September 2020) Durchschnittlich stagnierende Einkommen der bäuerlichen Berufsgruppe laut Grünem Bericht 2020: Im Jahr 2018 lag das Einkommen bei rund 28.035 Euro, 2019 sind es 27.966 Euro pro Betrieb. „Die Einkommensentwicklung in der Land- und Forstwirtschaft ist nicht zufriedenstellend. Diese Entwicklung zeigt, dass die Entlastungen der Bundesregierung dringend notwendig waren. Wir haben ein mehr als 400 Millionen Euro Paket auf den Weg gebracht“, so Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser und ergänzt: „Diese Entwicklung ist auch der Grund, warum wir am Aschermittwoch für faire Preise und Wertschätzung demonstriert haben und warum wir um jeden Cent in Brüssel kämpfen“, bringt es der Bauernbund-Präsident auf den Punkt. 

Strasser: Märkte stärker gestalten!
Dass Einkommen stagnieren, ist kein österreichisches Phänomen, sondern ein seit 10 Jahren anhaltender Trend innerhalb der Europäischen Union. „Diesen Trend gibt es bei uns, aber auch in anderen Ländern Europas“, zieht der Bauernbund-Präsident einen EU-Vergleich. Hauptanliegen der Bauernbundpolitik wird auch in den nächsten Jahren die Gestaltung der Märkte gemeinsam mit den agrarischen Verbänden sein. „Dort sehen wir Chancen für einen Aufwärtstrend beim Einkommen und der Wertschöpfung“, sagt Strasser. Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger haben beim „Österreich isst regional-Gipfel“ bereits erste Schritte angekündigt. „Wir setzen jetzt intensiv auf die Bewerbung österreichischer Qualitätslebensmittel. Parallel dazu gibt es gute Vorzeige-Projekte, die wir am Freitag bei unserem agrarpolitischen Herbstauftakt präsentieren werden“, kündigt Strasser an. (Schluss)