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Bauernbund zum Tag des Apfels: Öffentliche Institutionen haben Vorbildfunktion

Heimische Äpfel punkten mit Sortenvielfalt und kurzen Transportwegen


Georg Strasser (c) Bauernbund

(Wien, 13. November 2020) Während ein Apfel aus Österreich rund 100 Transportkilometer zurücklegt, hat ein Apfel aus Südamerika über 9.000 Kilometer auf dem Buckel. Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser macht anlässlich des Tag des Apfels auf die Bedeutung der öffentlichen Beschaffung aufmerksam. „Konsequenter Klimaschutz bedeutet, die Wege zwischen Anbauort eines Apfels und Konsument so kurz wie möglich zu halten. Das Lieblingsobst der Österreicher führt heute einen Konkurrenzkampf mit exotischen Früchten aus aller Welt im Obstregal der Supermärkte“, so Strasser. Heimische Äpfel gibt es zu dieser Jahreszeit in Hülle und Fülle. „Zusätzlich noch Äpfel rund um den Globus zu fliegen, obwohl heimische Ware in Hülle und Fülle da ist, ist unnötig, schadet dem Klima und nicht zuletzt auch unseren bäuerlichen Familienbetrieben“, sagt Strasser. Die Lagerbestände sind auch heuer wieder randvoll. Gerade jetzt Äpfel beispielsweise aus Neuseeland neben heimische Früchte ins Regal zu legen, löst bei den Bäuerinnen und Bauern Unverständnis aus.

Öffentliche Institutionen haben Vorbildfunktion
Beim Erreichen von Klima- und Umweltzielen hat der öffentliche Sektor eine Vorbildfunktion, unterstreicht Strasser: „In öffentlichen Küchen und Kantinen darf es nicht passieren, dass ein Apfel aus Neuseeland im Körbchen landet. Hier muss die Bundesregierung mit gutem Beispiel vorangehen und Produkten aus Österreich Vorrang geben. Mit dem Bestbieter-Prinzip hat die Bundesregierung dafür bereits einen wesentlichen Grundstein gelegt.“ 

21 Kilogramm: Pro-Kopf-Verbrauch steigt
Der 13. November ist der Feiertag für das Lieblingsobst der Österreicher. „An apple a day keeps the doctor away“, wie ein englisches Sprichwort besagt. Das nehmen die Österreicherinnen und Österreicher in Zeiten einer Gesundheitskrise offensichtlich besonders ernst. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 21 Kilogramm pro Jahr. Das ist laut Statistik Austria eine Steigerung um vier Kilogramm gegenüber dem Vorjahr.