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Strasser: „Agrarbudget stabil“

Budgetausschuss im Parlament diskutierte über das Budgetkapital Landwirtschaft, Regionen und Tourismus


(c) Sabine Klimpt

(Wien, 15. Mai 2020) Heute wurde das Agrarbudget im Budgetausschuss dem Parlament vorgelegt. Das Budget soll den ländlichen Raum stärken und die für Österreich so wichtige Regionalpolitik unterstützen. „Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise treffen die Land- und Forstwirtschaft mit voller Wucht. Umso wichtiger ist es, bei den Direktzahlungen und bei der Kofinanzierung der Ländlichen Entwicklung Stabilität zu gewährleisten“, zeigt sich der Obmann des Landwirtschaftsausschusses und Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser zufrieden mit dem präsentieren Budget.

Für das Jahr 2020 sind im Bereich Landwirtschaft, Natur und Tourismus insgesamt 2,67 Mrd. Euro veranschlagt. Ein wesentlicher Bestandteil davon sind EU-Mittel in der Höhe von 1,19 Mrd. Euro. „Die Direktzahlungen sowie die Kofinanzierung im Bereich der Ländlichen Entwicklung sind notwendig, um die erbrachten Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern abzugelten“, so Strasser weiter. Zur Ausfinanzierung des Programmes für die Entwicklung des ländlichen Raumes werden zusätzlich bundesweit 289 Mio. Euro aufgestellt.

Strasser: Manche Branchen trifft die Coronakrise doppelt
Die Coronakrise bedingt, dass auch im Bereich der Land- und Fostwirtschaft und der ländlichen Regionen Maßnahmen ergriffen werden müssen. Menschen brauchen finanzielle Unterstützung, da sie durch die Auswirkungen der Pandemie vor großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten stehen. „Vor allem die Tourismusbranche sowie kleine und mittlere Unternehmen, die Wirtschaftsmotoren der ländlichen Regionen sind, leiden unter den Folgen der Pandemie. An diesen Branchen hängt auch die Landwirtschaft als Zulieferer von Lebensmitteln. Daher kommt es in der Rinderhaltung, Schweinehaltung oder der Forstwirtschaft zu Absatzeinbrüchen und damit fallenden Preisen auf den Agrarmärkten. Unsere Branche trifft die Krise nun doppelt“, weist Strasser auf die derzeit schwierige Situation in der Landwirtschaft hin.
Wie in vielen anderen Bereichen wird deshalb auch im Bereich der Landwirtschaft, der ländlichen Regionen und des Tourismus das tatsächliche Budget für 2020 ein anderes sein, als ursprünglich geplant. „Das Absichern wirtschaftlicher Existenzen muss Vorrang gegenüber einem ausgeglichenen Haushalt haben. Die Menschen haben es verdient, dass wir uns in dieser unsicheren Zeit um Stabilität bemühen,“ gibt Strasser die Prioritäten für die Verhandlungen wieder. 

Landwirtschaft sichert Versorgung der Bevölkerung
Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise abzufedern, hat das Agar-Ressort Mehrauszahlungen für Härtefallfonds oder im Zuge der Zivildienstverlängerungen geleistet. „Spätestens die Coronakrise hat uns allen gezeigt, dass ein vitaler ländlicher Raum und gerade unsere kleinstrukturierte, nachhaltige Landwirtschaft systemrelevant sind. Wir dürfen jetzt nicht am falschen Ort sparen. Nur so können wir unseren land- und forstwirtschaftlichen Betrieben den Weiterbestand ermöglichen und Versorgungssicherheit für die österreichische Bevölkerung gewährleisten“, schließt Strasser.