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Strasser: Bauernhof als regionale Drehscheibe für Energie forcieren


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(Wien, 26. April 2021) „Ein Bauernhof ist als Ganzes eine Energiezelle. Ein Bauernhof bietet zig Möglichkeiten, Strom zu erzeugen, zu verbrauchen, zu speichern oder mit dem Nachbarn aus der Region zu teilen. Daher ist es wichtig, dass Bauernfamilien unterstützt werden, um sich neben ihrer bekannten Funktion als Land- und Forstwirte zu schlagkräftigen Energiewirten weiterentwickeln zu können. So können wir das Potenzial für die Erzeugung von sauberem Strom auf jedem Bauernhof nutzen und einen enormen Beitrag zur Energiewende leisten. Was es dringend braucht sind politische Rahmenbedingungen wie das Erneuerbaren Ausbau Gesetz, das in den kommenden Monaten auf Schiene kommen soll.“

Photovoltaik: Dach vor Doppelnutzung vor Freifläche
„Einäugiger Umweltschutz ist, wenn man land- und forstwirtschaftliche Flächen außer Nutzung stellt. Als Grundlage für neue PV-Anlagen sollen deshalb vorrangig Dachflächen und bereits verbaute Flächen dienen. Wertvolle Agrarflächen gehören geschützt und integrativ genützt“, so Strasser. Eine Klimawende ohne Umweltschutz kommt für Strasser nicht in Frage: „Von integrativer Doppelnutzung sprechen wir in der Landwirtschaft, wenn die Erzeugung von Lebensmitteln im Vordergrund steht und parallel dazu Strom erzeugt wird. Der Anbau und die Ernte von Feldfrüchten müssen reibungslos funktionieren, während die PV-Anlage Schatten und Schutz spendet. Blühstreifen, Nutzung der Flächen für Obst- und Gemüsekulturen, Weiden oder Äcker gekoppelt mit einer integrierten PV-Anlage sind gelebte Energiewende und beflügeln die Biodiversität im jeweiligen Lebensraum. Zudem können Wände von Gebäuden für PV-Anlagen genutzt werden. So können wir auch im urbanen Gebiet einen Beitrag zur Biodiversität leisten.“