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Strasser: Kein Mercosur-Abkommen auf dem Rücken der Bauernfamilien

Bauernbund unterstreicht Forderung von Sebastian Kurz an Von der Leyen


(c) Paul Gruber

(Wien, 13. Jänner 2020) Anlässlich der Ansage von Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Antrittsbesuch bei EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen unterstreicht Bauernbund-Präsident Abg. z. NR. DI Georg Strasser die Forderung des Bauernbundes nach einem klaren Nein zum Mercosur-Pakt in der jetzigen Form. „Wir sagen Ja zum Freihandel, wenn es faire Regeln gibt. Wir lehnen aber Billigimporte, die unter klimafeindlichen Bedingungen erzeugt wurden und unsere österreichischen Produzenten gefährden, klar ab. Es muss sichergestellt werden, dass unsere hohen Tierschutz- und Umweltstandards nicht am Altar des Freihandels geopfert werden", stärkt Strasser dem Bundeskanzler bei seinem Besuch in Brüssel den Rücken. 
 
„Die Aussagen des Brasilianischen Präsidenten Bolsonaro müssen für uns ein Warnsignal sein. Ich erkenne keine Ambitionen, sich für mehr Klima- und Umweltschutz einzusetzen“, macht Strasser auf die Aussagen des Brasilianischen Präsidenten aufmerksam, der noch mehr Rinder züchten will, um den Rindfleischpreis zu drücken.
 
Klimafreundliche Landwirtschaft belohnen „Bauernfamilien sind die ersten Betroffenen des Klimawandels, denn sie haben ihre Werkstatt unter freiem Himmel. Europäische Handelsdeals, die Billigimporte aus Südamerika und Regenwaldrodungen befeuern, sind da aus meiner Sicht nicht zielführend“, macht der Bauernbundpräsident auf die Betroffenheit auf den land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieben aufmerksam. Wenn es nach Strasser geht, soll klimaschädlich produziertes Fleisch aus Südamerika teurer werden als heimisches Qualitätsfleisch. „Klimaschädliche Agrarindustrie bestrafen und klimaschonende Landwirtschaft in Europa und vor allem in Österreich belohnen“, fordert Strasser daher CO2Zölle an den EU-Außengrenzen.